Von: Okan Ücüncü, Adem Yigit, Mustafa Okumus, Bekir Altas

Sonntag 29. November 2009

KurbanKampagne, Gemeinschaft
Die Nigeria-Delegation hat seine Arbeit aufgenommen

Die IGMG-Helfer der diesjährigen Opfertierkampagne in Nigeria haben ihre Arbeit am 25. November aufgenommen. Nach ersten Gesprächen mit Regierungsvertretern wurde die Verteilung der Opfertiergaben in vier Bundesstaaten beschlossen. Die Delegation bereitet zudem die Schaffung eines Ausbildungszentrums vor.

Das westafrikanische Land befindet sich im Herzen des Kontinents. Das bevölkerungsreichste Land des schwarzen Kontinents ist von Armut und Auseinandersetzungen geprägt; über 70 Prozent der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. Die durchschnittliche Lebensdauer beträgt etwa 51 Jahre. Kranke, Arme und Alte sind auf Familienhilfe angewiesen. Epidemien fordern unter der unterernährten und schlecht versorgten Landbevölkerung oft Tausende von Opfern. 50 Prozent der Nigerianer sind Muslime, rund 40 Prozent sind Christen und der restliche Teil (etwa zehn Prozent) bekennt sich zu einer Naturreligion.

 

Die IGMG-Helfer in Kano

 

Unsere Delegation, bestehend aus Okan Ücüncü, Adem Yigit, Mustafa Okumus und Bekir Altas, hat ihre Reise am 23. November in Frankfurt angetreten. Nach einem Zwischenstopp in Kairo sind wir am 24. im nigerianischen Bundesland Kano angekommen. Dort hat uns unser Kontaktmann Tasiu Omar Abbas, Präsident der Regierungsdruckerei von Kano State, empfangen und in einem Hotel untergebracht. Von dort aus werden wir die Kampagne delegieren.

 

Die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs führt die Opfertierkampagne seit 2005 in Nigeria durch. Im letzten Jahr wurden 294 Opfertiergaben verteilt. Dieses Jahr sind insgesamt 1500 Opfertiergaben in den Bundesstaaten Kano, Kaduna, Plateau State und Katsina geplant. Die Verteilung der Opfertiergaben wird in Zusammenarbeit mit der Regierung von Kano State vorgenommen. Neben der Verteilung von Opfertiergaben werden in Nigeria auch Geldspenden verteilt.

 

Unsere Delegation bereitet ferner das Projekt Berufsbildungszentrum in Kano vor. Dafür haben wir am Mittwoch mit den Regierungsvertretern Rabiu Zakariyau und Abdulkerim Hassan eine Versammlung abgehalten. Das Projekt sieht insbesondere die Schaffung von Ausbildungsplätzen für die einheimische Bevölkerung sowie die Profilierung von Fachkräften, die durch Vergabe von Zertifikaten des Bildungsministeriums dokumentiert werden, vor. Im Rahmen des Projekts sollen zudem Stipendien vergeben werden. Erfolgreichen Studenten aus Kano State wird dadurch die Weiterbildung im Ausland ermöglicht.


Camia - Ausgabe 43

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