Von: Ali Mete

Donnerstag 03. Dezember 2009

Gemeinschaft, KurbanKampagne
Opfertierkampagne in Kolumbien III – Religiöses Leben und Sicherheit

Nach unserem Aufenthalt in Maicao machen wir uns auf den Weg nach Bogotá, wo wir den Hauptteil der Kampagne durchführen werden. Unterwegs machen wir aber einen Tag in Barranquilla und einige Stunden in dem armen Fischerdorf Cartagena Halt.

Die Moschee in Barranquilla wurde erst vor einigen Monaten eröffnet und befindet sich in einem der privilegierten Viertel der Stadt, erzählt uns der aus Ägypten stammende Imâm der Gemeinde. Auch hier gibt es zahlreiche arabische Geschäftsleute. Wir entscheiden uns eins unserer Opfertiere in Barranquilla zu schächten und verteilen zu lassen.

 

In Cartagena, wo es auch eine kleine Moschee gibt – will sagen einen Raum mit Teppich – kann man wieder mal den krassen Unterschied zwischen Arm und Reich erkennen. Das Fischerdorf liegt in einem Touristengebiet, in der unmittelbaren Nähe befinden sich große Hotelanlagen, mindestens weitere sechs Anlagen werden gebaut. In dem Dorf, indem es ebenfalls eine kleine Kirche gibt, leben auch Christen.

 

Doch was das religiöse Leben im heutigen Kolumbien angeht, dessen Volk sich größtenteils als christlich betrachtet, muss eine differenzierte Betrachtung vorgenommen werden. Beispielsweise trifft man in Maicao, Barranquilla und auch den sonstigen Gebieten des Nordens, die wir auf unserer achtstündigen Busfahrt von Barranquilla nach Cartagena durchqueren, kaum auf Kirchen. Außer dem langsam beginnenden Weihnachtsgeschäft finden sich auch keine anderen Anzeichen eines religiösen Lebenswandels.

 

 

 

 

 

Einer Umfrage der Zeitung El Tiempo zufolge fühlen sich 81 der römisch-katholischen Kirche zugehörig, zehn Prozent sehen sich als nicht-evangelikale Christen und drei Prozent als Evangelikale, während sich fast 6 Prozent sich zu keiner Religion zählen. Doch – und das bestätigt unsere Beobachtungen – haben 60 Prozent der Befragten angegeben, ihren Glauben nicht aktiv zu leben. Die Kirchen, die wir später während unserer Stadttour an einem Sonntag aufsuchen, sind dementsprechend nicht wirklich voll.

 

In Cartagena können wir nicht lange bleiben. Eigentlich hatten wir geplant, schon am Vorabend nach Cartagena zu fahren. Doch davon hat man uns abgeraten, da das Gebiet nicht sicher sei. Denn trotz der relativ zunehmenden Sicherheit in Kolumbien, das üblicherweise mit Drogen und Paramilitärs in Verbindung gebracht wird, ist dieser Rat nicht zu verwerfen. Denn alle paar Kilometer trifft man auf Polizisten und auch Soldaten, die teilweise schwer bewaffnet sind. Auch in Bogotá wird man uns immer wieder raten, bestimmte Gebiete vor allem in den Abendstunden zu meiden.    


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