Mittwoch 31. März 2010

Deutschland, Islamkonferenz, KRM
Islamkonferenz: „Es muss eine rote Linie geben“

Der Schriftsteller Feridun Zaimoglu hält eine ruhende Mitgliedschaft des Islamrats in der Islamkonferenz für falsch. Er hoffe, dass sich Art und Stil des neuen Bundesinnenministers zukünftig ändert.

Thomas de Maizière (CDU) nehme gegenüber Muslimen eine hartnäckige Haltung ein, sagte Zaimoglu der „Hürriyet“.  Dabei müsse gerade ein Verfassungsminister gemäßigt und moderat auftreten.

 

Dass der Islamrat der Bundesrepublik Deutschland zur Islamkonferenz nicht eingeladen wurde, habe ihn beunruhigt. Die Organisation sei von Anfang an konstruktiv gewesen und habe nach Lösungswegen gesucht, erinnert er sich. Dabei habe der Islamrat auch recht behalten, so der Preisträger zahlreicher Literaturpreise. Den Verband nicht einzuladen sei eine Ausgrenzung.

 

Den islamischen Religionsgemeinschaften, die sich im Koordinierungsrat der Muslime (KRM) zusammengeschlossen haben, rät der Schriftsteller, die Islamkonferenz in seiner derzeitigen Konstellation zu boykottieren. „Es muss eine rote Linie geben“, mahnt Zaimoglu an. (sa)


Camia - Ausgabe 17

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