{"id":2904,"date":"2004-10-15T03:33:00","date_gmt":"2004-10-15T01:33:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.igmg.org\/?p=2904"},"modified":"2015-02-16T11:00:52","modified_gmt":"2015-02-16T10:00:52","slug":"hutba-ae-zum-ramadan-anfang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.igmg.org\/tr\/hutba-ae-zum-ramadan-anfang\/","title":{"rendered":"Hutba &#8211; Zum Ramadan-Anfang"},"content":{"rendered":"<p><strong>Verehrte Muslime, <\/strong><\/p>\n<p>Wieder einmal haben wir den Monat Ramadan, der eine sehr wichtige Rolle im Leben der Muslime spielt, erreicht. Der Prophet beschreibt die ersten zehn Tage des Monats als Segen, die Mitte als Gnade und die letzten zehn Tage als Erl\u00f6sung vor der H\u00f6lle. Zu diesem Anlass bitte ich unseren Herrn, dass der gesegnete Monat den Muslimen Wohlergehen und seinen Segen, f\u00fcr die Menschheit Frieden und Zufriedenheit bringt.<\/p>\n<p>Im Ramadan fing auch die Offenbarung des Korans, des Wegweisers der Menschen, der das Gute vom Schlechten mit klaren und offensichtlichen Beweisen unterscheidet, an. &#8220;Ramadan&#8221; bedeutet w\u00f6rtlich &#8220;brennen&#8221;. Ein Muslim der im Ramadan fastet, verbrennt regelrecht mit Hunger und Durst seine S\u00fcnden. Dadurch reinigt er sein Herz vor den unendlichen Begierden. Wir danken Allah daf\u00fcr, dass er uns mit den vollkommenen und sch\u00f6nen Grunds\u00e4tzen dieser Religion beehrte. <\/p>\n<p><strong>Verehrte Muslime, <\/strong><\/p>\n<p>In diesem gesegneten Monat ist die Pflicht zu fasten der zweit-wichtigste Gottesdienst nach dem Pflicht-Gebet. Im heiligen Koran deutet unser Herr auf diese Pflicht folgenderma\u00dfen hin:<\/p>\n<p><strong>&#8220;O ihr, die ihr glaubt! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch kamen. Vielleicht werdet ihr Allah f\u00fcrchten&#8221;\u00a6 Es sind nur abgez\u00e4hlte Tage. Und wer von euch krank ist oder sich auf einer Reise befindet, soll eine Anzahl anderer Tage fasten. Und denen, die es mit gro\u00dfer M\u00fche ertragen k\u00f6nnen, ist als Ersatz die Speisung eines Armen auferlegt. Und wenn jemand freiwillig Gutes tut, so ist es besser f\u00fcr ihn. Und dass ihr fastet, ist besser f\u00fcr euch, wenn ihr es nur w\u00fcsstet!&#8221;<\/strong> (Sura Bakara 2,182\/183) <\/p>\n<p><strong>Liebe Br\u00fcder und Schwestern, <\/strong><\/p>\n<p>Den Aussagen dieser Verse folgend, hat demnach jeder gesunde Muslim, der die Bedingungen daf\u00fcr erf\u00fcllt, im Ramadan zu fasten. Leiden wir jedoch an einer Krankheit oder sind wir aus einem anderen Grund entschuldigt, fasten wir diese fehlenden Tage im Anschluss an den Ramadan nach. Sollten wir dauerhaft entschuldigt sein, zB aufgrund eines kronischen Leidens, so haben wir daf\u00fcr wiederum Hungernde zu speisen. So kann man auch, obwohl man nicht Fasten konnte, an dem Segen dieses Monats teilhaben. <\/p>\n<p><strong> &nbsp;<\/strong><strong>Verehrte Gemeinde, <\/strong><\/p>\n<p><strong> &nbsp;<\/strong>Das Fasten ist einzig und allein ein Gottesdienst, welches nur f\u00fcr Allah vollbracht wird. In einem Kutsi-Hadis sagt unser Herr<strong>: &#8220;Das Fasten ist f\u00fcr mich, den Fastenden aber werde ich bevorzugen und werde ihn grenzenlos belohnen.&#8221; <\/strong>Das Fasten kann Nicht-Muslimen oder denjenigen, die die Grunds\u00e4tze dieser Religion nicht verstehen, als eine harte Disziplin vorkommen. Aber wahrlich ist das Fasten f\u00fcr einen Muslim, der seinen Glauben verinnerlicht hat, eine Quelle der Piet\u00e4t und Gl\u00fcckseeligkeit. Au\u00dferdem ist es ein Gottesdienst, bei dem die h\u00f6chste Stufe der spirituelle Freude erreicht wird. <\/p>\n<p>Ein anderer wichtiger Punkt, warum dieser Monat so gesegnet ist, liegt darin, dass die Offenbarung des Korans in diesem Monat anfing. Deshalb sollten wir im Ramadan unser Interesse an dem Koran steigern. Wiederum befindet sich in diesem Monat die Nacht, die heiliger ist als 1000 N\u00e4chte. Als Gl\u00e4ubiger sollten wir deshalb die Bedeutung des Korans verinnerlichen und es inst\u00e4ndig rezitieren. Wenn wir an all dies Glauben und die Belohnung nur von Allah erhoffen, wenn wir aufrichtig fasten, wird Allah unsere S\u00fcnden, au\u00dfer den Untaten gegen unsere Mitmenschen, vergeben. <\/p>\n<p><strong>Verehrte Gl\u00e4ubige, <\/strong><\/p>\n<p><strong> &nbsp;<\/strong>In diesem Monat sollten wir als Muslime die Wege der Freundschaft und Gemeinsamkeit suchen und uns gegenseitig damit st\u00e4rken. Wir sollten unsere Wohltaten und Hilfsleistungen erh\u00f6hen und stets Wege guter Taten suchen. Der Ramadan ist die beste Gelegenheit dazu. Lasst uns au\u00dferdem unsere Iftar-Tische f\u00fcr unsere G\u00e4ste bereichern. Diese Sch\u00f6nheiten sollen nicht nur unter Muslimen bleiben. Anl\u00e4sslich des Ramadans sollten wir unsere Beziehungen zwischen allen Mitmenschen dieser Gesellschaft verbessern. Sind wir denn auch nicht Teil dieser Gesellschaft? Mit allen Menschen der Gesellschaft ist das Teilen und das gemeinsame Miteinander unsere menschliche als auch religi\u00f6se Pflicht.<\/p>\n<p>Ich bete nochmals darum, dass der Ramadan f\u00fcr die ganze Menschheit Frieden und Segen bringt, und w\u00fcnsche herzlichst, dass besonders im Irak und den anderen Krisengebieten auf der ganzen Welt Ruhe und Frieden einkehrt und dass die Konflikte so schnell wie m\u00f6glich beendet werden.<\/p>\n<p><strong>IGMG Seelsorge <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verehrte Muslime, Wieder einmal haben wir den Monat Ramadan, der eine sehr wichtige Rolle im Leben der Muslime spielt, erreicht. Der Prophet beschreibt die ersten zehn Tage des Monats als Segen, die Mitte als Gnade und die letzten zehn Tage als Erl\u00f6sung vor der H\u00f6lle. 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