{"id":688973,"date":"2006-06-02T11:38:00","date_gmt":"2006-06-02T11:38:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.igmg.org\/hutbe-ae-aeslamda-a%c2%a7alae%c2%b1aymanae%c2%b1n-a%c2%b6nemi-2\/"},"modified":"2026-10-01T14:06:33","modified_gmt":"2026-10-01T14:06:33","slug":"hutbe-ae-aeslamda-a%c2%a7alae%c2%b1aymanae%c2%b1n-a%c2%b6nemi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.igmg.org\/tr\/hutbe-ae-aeslamda-a%c2%a7alae%c2%b1aymanae%c2%b1n-a%c2%b6nemi\/","title":{"rendered":"Hutbe &#8211; \u0130slamda \u00e7al\u0131\u015fman\u0131n \u00f6nemi"},"content":{"rendered":"<p>Verehrte Muslime, <\/p>\n<p>der Islam bietet den Menschen ein geregeltes Lebenssystem. Dieses System stellt   ein Gleichgewicht zwischen dem Diesseits und dem Jenseits her. Der Mensch tr\u00e4gt   Verantwortung sowohl f\u00fcr das Diesseits, als auch f\u00fcr das Jenseits.   Der erste Abschnitt des Lebens, das Diesseits, gilt als verg\u00e4nglich und   soll f\u00fcr die Vorbereitung auf das Jenseits dienen. Dennoch hat Allah teala   die Muslime nicht daran gehindert, an den irdischen Gaben teilzuhaben. Es geht   darum, dass man sein Herz nicht an das weltliche bindet und vom eigentlichen   Ziel abgelenkt wird. Der Muslim sollte in Demut den Aufgaben des Tages nachgehen   und sein Lebensziel immer vor Augen halten. Denn der Islam f\u00f6rdert die   Arbeit und ist dem M\u00fc\u00dfiggang und der Passivit\u00e4t abgeneigt.   Das sehen wir auch im folgenden Koranvers: <strong><em>&#8221; Und   suche mit dem, was dir Allah gegeben hat, die k\u00fcnftige Wohnung, ohne deinen   Anteil an dieser Welt zu vergessen. Und tu Gutes, so wie Allah dir Gutes tat,   und stifte kein Verderben auf Erden; siehe, Allah liebt nicht die, welche Unheil   stiften!&#8221; (Kasas 77) <\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Liebe Br\u00fcder und Schwestern, <\/strong><\/p>\n<p>in unserem Glauben ist es eine Pflicht, f\u00fcr den Lebensunterhalt selbst   zu arbeiten. Aber nur ehrlich und fair erworbener Lebensunterhalt ist f\u00fcr   Muslime erlaubt. Auch unser Prophet (saw) spricht dies an: <strong><em>&#8220;Es   ist eine Pflicht, f\u00fcr den Unterhalt zu arbeiten und auf erlaubten Wegen   zu verdienen.&#8221; <\/em><\/strong><\/p>\n<p>Der beste Verdienste ist der, der mit eigener Kraft erwirtschaftet wurde.   Denn der Gesandte Allahs sagt: <strong><em>&#8221; Niemand   verdient reiner, als durch eigene M\u00fchen.&#8221;, &#8220;Niemand nimmt bessere Nahrung   zu sich als das, das er durch seine eigene Arbeit erworben hat. Der Prophet   David &#8211; Friede sie mit ihm &#8211; ern\u00e4hrte sich auch aus eigener Arbeit.&#8221; <\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die Muslime sind dazu verpflichtet, mit ihrem Erworbenen die Bed\u00fcrftigen   zu unterst\u00fctzen und sie zu ern\u00e4hren. Dieses Verhalten ist dem Fasten   am Tage und dem Beten in der Nacht, sowie der Anstrengung auf dem Wege Allah   tealas gleichgestellt. <\/p>\n<p>Denn der arbeitende Mensch hat durch seine Verdienste die M\u00f6glichkeit,   die Gottesdienste, wie die Zakatsteuer, die Pilgerfahrt und das Fasten, zu   verrichten. Denn die Gottesdienste, wie die Zakatsteuer, die Almosengabe und   die Pilgerfahrt, sind nur denjenigen Muslimen auferlegt, die die finanziellen   Vorraussetzungen erf\u00fcllen. <\/p>\n<p><strong>Liebe Geschwister, <\/strong><\/p>\n<p>hinzu kommt noch, dass wir gen\u00fcgend verdienen m\u00fcssen, um den Unterhalt   f\u00fcr unsere Familie sicherzustellen und um vorhandene Schulden begleichen   zu k\u00f6nnen. Dies geh\u00f6rt, wie oben schon erw\u00e4hnt, zu unseren allt\u00e4glichen   Aufgaben. Jedoch ist es ein lobenswertes Verhalten, wenn wir uns bem\u00fchen   und mehr verdienen, um f\u00fcr die Bed\u00fcrftigen und Armen zu sorgen. Denn   damit leisten wir der Gesellschaft einen wichtigen Beitrag. Im Islam ist es   nicht erlaubt, seinen Unterhalt zu erbetteln. Es ist immer noch besser, unter   den schlechtesten Umst\u00e4nden zu arbeiten, als anderen Menschen zur Last   zu fallen. <\/p>\n<p>So sagte er in einem Hadis: &#8220;Es ist besser f\u00fcr einen f\u00fcr euch, wenn   er sich ein Seil nimmt, Holz aus dem Wald sammelt und dies verkauft, als dass   er etwas von den anderen Menschen erbettelt, ob sie nun etwas geben oder nicht   geben. <\/p>\n<p><strong>Liebe Geschwister, <\/strong><\/p>\n<p>aus diesen Gr\u00fcnden sollten wir als Muslime uns von Faulheit und Gleichg\u00fcltigkeit   fernhalten. Solange wir im Zustand der k\u00f6rperlichen und seelischen Gesundheit   sind und nichts anderes uns daran hindert, zu arbeiten, ist es unsere Aufgabe,   Wege zur Erwerbst\u00e4tigkeit zu finden. <\/p>\n<p>Aber diejenigen, die keinen Grund zum Nichtarbeiten, aber trotzdem keiner   Arbeit nachgehen und jahrelang zu Unrecht von Sozialleistungen leben, die der   Staat f\u00fcr Bed\u00fcrftige vorsieht, m\u00f6chte ich an diesen Koranvers   erinnern <strong>: &#8221; Und dass der Mensch nur empfangen wird,   worum er sich bem\u00fcht; Und dass (die Frucht) seines Bem\u00fchens sichtbar   werden wird. <\/strong> (An-Nadschm 39-40) <\/p>\n<p>Ein Muslim sollte nicht seinen ganzen Tag in Cafeecken verbringen und seine   kostbare Zeit vergeuden. Und schon gar nicht sich auf die sozialen Hilfen des   Staates verlassen. Es ist eine S\u00fcnde, mit Falschaussagen auf Kosten der   wirklich Bed\u00fcrftigen zu leben. Damit wird das Klischee <strong><em>&#8220;die   Muslime sind eine faule und tr\u00e4ge Gemeinschaft&#8221; <\/em><\/strong> nur best\u00e4tigt   und ein falsches Allgemeinbild von den Muslimen dargestellt. <\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte meine Hutba mit einem Bittgebet unseres Propheten (saw) beenden: <strong>&#8221; O     Herr! Ich suche Zuflucht bei dir vor Kummer, Trauer, Faulheit, Feigheit,     Geiz und vor den Sorgen der Menschen&#8221; <\/strong><\/p>\n<p><strong>IGMG Irschad-Abteilung <\/strong><\/p>\n<p><strong>Hinweis: Wir erwarten alle Br\u00fcder und Schwestern zum &#8220;Tag der Br\u00fcderlichkeit-   und Solidarit\u00e4t&#8221; am 4. Juni in Belgien. <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verehrte Muslime, der Islam bietet den Menschen ein geregeltes Lebenssystem. Dieses System stellt ein Gleichgewicht zwischen dem Diesseits und dem Jenseits her. Der Mensch tr\u00e4gt Verantwortung sowohl f\u00fcr das Diesseits, als auch f\u00fcr das Jenseits. 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