{"id":691500,"date":"2004-12-10T02:18:00","date_gmt":"2004-12-10T02:18:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.igmg.org\/hutbe-aensan-haklarae%c2%b1-2\/"},"modified":"2026-10-01T14:03:07","modified_gmt":"2026-10-01T14:03:07","slug":"hutbe-insan-haklari","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.igmg.org\/tr\/hutbe-insan-haklari\/","title":{"rendered":"Hutbe &#8211; \u0130nsan Haklar\u0131"},"content":{"rendered":"<p>Am 10. Dezember 1948 wurde das internationale Menschenrechtsabkommen der Vereinigten   Nationen ver\u00f6ffentlicht. Aus diesem Anlass geht unsere Hutba \u00fcber   die Menschenrechte. <\/p>\n<p><strong> Verehrte Muslime, <\/strong><\/p>\n<p> Einer der unverzichtbarsten Werte der Menschheit sind die Menschenrechte,   die jeder respektieren und sichern muss. <\/p>\n<p> Unser Glaube, der Islam, hat seit 14 Jahrhunderten den Menschen die Grundrechte   f\u00fcr das Leben, die Glaubensfreiheit, das Denken, f\u00fcr freie Meinungs\u00e4u\u00dferung,   sich zu organisieren und das Recht auf Besitz vorgesehen. <\/p>\n<p> In diesem Zusammenhang sagt unser Herr im Koran<strong>: &#8220;O ihr Menschen!     Wir erschufen euch aus einem Mann und einer Frau und machten euch zu V\u00f6lkern     und St\u00e4mmen, damit ihr einander kennen lernt. Doch der vor Allah am     meisten Geehrte von euch ist der Gottesf\u00fcrchtigste unter euch. Allah     ist f\u00fcrwahr wissend, kundig.<\/strong>&#8221; (Hudschurat 13) Aus diesem     Ayat sehen wir, dass die Ehrung unter den Menschen nur mit Gottesfurcht begrenzt     ist. Der Prophet (Friede sei mit ihm) sagt: &#8221; <strong>O ihr Menschen!     Euer Herr ist einer, euer Vater ist einer! Gebt acht! Die Araber haben kein     Vorteil gegen\u00fcber den Nicht-Arabern und die Nicht-Araber haben kein     Vorteil \u00fcber die Araber. Die Wei\u00dfen sind nicht \u00fcber den Schwarzen     und die Schwarzen nicht \u00fcber den Wei\u00dfen. Ehrung ist nur mit Gottesfurcht     m\u00f6glich.&#8221;<\/strong> (Neyl\u00fc`l Evtar, Band 5, S.164) <\/p>\n<p>Mit diesem Hadis wird der vorherige Ayat noch mal best\u00e4tigt. Der Hadis   blieb nicht nur als Worth\u00fclse zur\u00fcck, der Prophet (Friede sei mit   ihm) ernannte Bilal, der dunkelh\u00e4utig und urspr\u00fcnglich ein Sklave,   zu seinem Muezzin (Gebetsrufer), verm\u00e4hlte Zeyd, der auch urspr\u00fcnglich   ein Sklave war, mit seiner Cousine und gab die F\u00fchrung einer Gruppe,   in der sich sogar Abu Bakr und Omar befanden, Usame, dessen Vater ebenso Sklave   war. So hat unser geliebter Prophet in seinem Verhalten gezeigt, dass zwischen   Sklave und Adligen, Reichen und Armen kein Vorrang ist. <\/p>\n<p> Aber in der Geschichte hat die Menschheit von Zeit zu Zeit Ab- und Anstiege   erlebt, die lebensnotwendigen Rechte der Menschen wurden \u00fcbertreten und   wurden sogar verachtet. Letztendlich wurden die Rechte die unser Prophet in   seiner Abschlusspredigt uns vermittelt hatte und inhaltlich den internationalen   Menschenrechtsabkommen entsprach, nach dem 2. Weltkrieg von den Vereinten Nationen   ver\u00f6ffentlicht. Heute haben fast alle L\u00e4nder dieses Abkommen unterschrieben   und \u00fcbernahmen die Verpflichtung diese den Menschen zu sichern und zu   gew\u00e4hrleisten. <\/p>\n<p><strong> Verehrte Br\u00fcder und Schwestern<\/strong>, <\/p>\n<p>Es ist einfach, ein Gesetz zu entwerfen, aber solange man diese Gesetze nicht   praktiziert, erf\u00fcllt es seinen Zweck nicht und bringt den Menschen nichts,   m\u00f6gen diese Gesetze noch so gut und positiv sein. Das Wichtige ist, diese   Gesetze, ohne Ausnahmen und Unterschiede zwischen den Menschen zu machen, auszu\u00fcben.   Schlie\u00dflich beobachtet heute die ganze Menschheit, dass keinen Nutzen   bringt, wenn die Rechte und Gesetze die den Menschen zustehen au\u00dfer Geltung   gesetzt werden. <\/p>\n<p> Wie hei\u00dft es doch im internationalen Menschenrechtsabkommen: <\/p>\n<p> &#8220;<strong>Alle Menschen sind frei und gleich an W\u00fcrde und Rechten     geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im     Geiste der Br\u00fcderlichkeit begegnen. Jeder Mensch hat Anspruch auf die     in dieser Erkl\u00e4rung verk\u00fcndeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeine     Unterscheidung, wie etwa nach Rasse, Farbe, Geschlecht, Sprache, Religion,     politischer oder sonstiger \u00dcberzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft,     nach Eigentum, Geburt oder sonstigen Umst\u00e4nden. Weiter darf keine Unterscheidung     gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen     Stellung des Landes oder Gebietes, dem eine Person angeh\u00f6rt, ohne R\u00fccksicht     darauf, ob es unabh\u00e4ngig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung     besitzt oder irgendeiner anderen Beschr\u00e4nkung seiner Souver\u00e4nit\u00e4t     unterworfen ist. <\/strong><strong>Jeder Mensch hat das Recht auf Leben, Freiheit     und Sicherheit der Person. Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft     gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel sind in allen Formen verboten. <\/strong><strong>Niemand     darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung     oder Strafe unterworfen werden.<\/strong> &#8221; ( Allgemeine     Erkl\u00e4rung der Menschenrechte, Artikel 1-5)<\/p>\n<p><strong> Verehrte Gemeinde, <\/strong><\/p>\n<p> Diejenigen Superm\u00e4chte(!) die den Anfang dieses Abkommens gemacht, sie   unterschrieben und ihr Treueid darauf gegeben haben, sind diese L\u00e4nder   ihren Unterschriften Treu geblieben? Wenn wir auf die Krisegebiete, insbesondere   auf die bedauerlichen Vorf\u00e4llen in den islamischen L\u00e4nder schauen,   merken wir, dass es leider nicht so ist. Sogar die Kinder wissen heute was   unter dem Vorwand &#8220;Freiheit und Demokratie&#8221; f\u00fcr dramatische   Menschenrechtsverletzungen begangen werden. Hie\u00df es nicht, die Menschen   w\u00fcrden frei geboren, sie h\u00e4tten das Recht auf Leben, W\u00fcrde und   Besitz sei unantastbar, Folter und Dem\u00fctigungen seien untersagt, die Wohn-   und Gebetsst\u00e4tte der Menschen m\u00fcssten in Respekt und Ehre erhalten   werden! Hie\u00df es nicht weiter, die Menschen k\u00f6nnten nicht wegen ihres   Glaubens und ihrer Ansichten wegen benachteiligt und gedem\u00fctigt werden!   Gab es nicht das Prinzip, jeder Mensch sei f\u00fcr seine eigenen Taten verantwortlich.   Warum werden Menschen wegen den Taten Anderer bestraft? Weisen nicht all diese   Ungerechtigkeiten auf eine ernstzunehmende Doppelmoral hin? <\/p>\n<p> W\u00e4hrend der gesegneten Freitagszeit und am Jahrestag der Ver\u00f6ffentlichung   der Menschrechte, m\u00f6chte ich die Menschen noch einmal daran erinnern und   darauf aufmerksam machen, dass wir den Terrorismus jeglicher Art auf das Sch\u00e4rfste   verurteilen, gleich von wem und gegen wen es gerichtet ist. Gleichzeitig verurteilen   wir auch die Staaten, die die Terrorgefahr als Vorwand nutzen, und die Menschenrechte   mit ihren F\u00fc\u00dfen treten, die keine Kriegsrechte kennen und insbesondere   unschuldige Kinder, Frauen und schutzlose Menschen umbringen und die Gebetsst\u00e4tte   st\u00fcrmen. Diejenigen Staaten, die sich als Vorbild in Sachen Menschenrechte   pr\u00e4sentierten, haben das Gegenteil von Aufrichtigkeit gezeigt, indem sie   im Namen der Terrorbek\u00e4mpfung Kinder, Kranke, Alte und ohne zwischen Zivilisten   und Milit\u00e4r zu unterscheiden get\u00f6tet haben, die H\u00e4user der Menschen   verbrannt und vernichtet und die Gebetst\u00e4tte verw\u00fcstet und anstatt   den Verletzten zu helfen sie ermordet haben . <\/p>\n<p>W\u00e4hrend ich zum Ende komme, w\u00fcnsche ich, dass die Menschenrechte   f\u00fcr die ganze Menschheit in Geltung treten und Gerechtigkeit auf der Welt   herrscht. Und euch Br\u00fcder und Schwestern rate ich immer gegen Ungerechtigkeit   zu stehen und egal wer euer Gegen\u00fcber ist, immer gerecht zu handeln. <\/p>\n<p> <strong> IGMG Seelsorge<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 10. Dezember 1948 wurde das internationale Menschenrechtsabkommen der Vereinigten Nationen ver\u00f6ffentlicht. Aus diesem Anlass geht unsere Hutba \u00fcber die Menschenrechte. Verehrte Muslime, Einer der unverzichtbarsten Werte der Menschheit sind die Menschenrechte, die jeder respektieren und sichern muss. 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