Jeden Freitag versammelt sich die Gemeinde zur Mittagszeit in der Moschee zum Freitagsgebet. Vor dem Gebet hält der Imam die Freitagspredigt, die Hutba. Sie ist die älteste Form der religiösen Unterweisung im Islam.
Das Freitagsgebet
Das Freitagsgebet (türk. Cuma namazı, arab. Salat al-Dschum‘a) ersetzt an diesem Tag das reguläre Mittagsgebet. Es kann nur gemeinsam in der Moschee verrichtet werden. Deshalb kommen freitags deutlich mehr Gläubige zusammen als an anderen Tagen.
يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا إِذَا نُودِيَ لِلصَّلَاةِ مِن يَوْمِ الْجُمُعَةِ فَاسْعَوْا إِلَىٰ ذِكْرِ اللَّهِ
Ihr, die ihr glaubt! Wenn am Freitag zum Gebet gerufen wird, dann eilt zum Gedenken Allahs.
Sure 62, Vers 9 · Sure al-Dschumu‘a

Die Hutba
Der Imam hält die Predigt im Stehen vom Minbar aus, der Kanzel mit Stufen. Diese Tradition geht auf den Propheten Muhammad (s) zurück: Er stellte sich in Medina auf einen Palmstumpf, damit ihn alle sehen konnten – daraus entwickelte sich später der Minbar.
Die Hutba richtet sich an die ganze Gemeinde. Sie behandelt nicht nur religiöse Themen wie Glauben, Gottesdienst und Charakter, sondern auch aktuelle gesellschaftliche und soziale Fragen – von Familie und Erziehung über Nachbarschaft und Verantwortung bis zum Umgang mit sozialen Medien.
Die aktuelle Predigt
Die Freitagspredigt wird wöchentlich von der IGMG veröffentlicht und in den Gemeinden gehalten. Die aktuelle Predigt und das Archiv aller bisherigen Predigten finden Sie hier:
Besucher willkommen
Auch Nichtmuslime sind herzlich eingeladen, das Freitagsgebet einmal mitzuerleben. Melden Sie sich am besten vorher bei einer Moschee in Ihrer Nähe – dort begleitet man Sie gern und beantwortet Ihre Fragen.



