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Kopftuch

Kopftuch-Urteil ist Lichtblick für viele muslimische Frauen

"Wer wegen seinem Kopftuch diskriminiert wird, sollte sein Recht einklagen. Benachteiligung dürfen wir nicht hinnehmen", erklärt Handan Yazıcı, Vorsitzende der Frauenorganisation der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG). Anlass ist ein jetzt bekanntgewordenes Urteil des Landesarbeitsgerichts Nürnberg (LAG) (Urt. v. 27.03.2018, Az. 7 Sa 304/17) zugunsten einer Muslima, die als Kassiererin bei der Drogeriemarktkette „Müller“ arbeitete. Ihr Arbeitgeber wollte sie mit Kopftuch nicht beschäftigen. Das Gericht gab der Muslima Recht. Handan Yazıcı weiter:

Bayerisches Kopftuchverbot – Musliminnen werden weiter an den Rand gedrängt

"Die Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs ist ein weiterer Rückschlag für junge Musliminnen in Deutschland. Sie werden weiter ausgegrenzt und an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Das muss aufhören", so Meryem Saral, Vorsitzende der Frauen-Jugendorganisation der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG). Anlass ist die Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs im Streit um das Kopftuchverbot für Rechtsreferendarinnen in Bayern.

Kopftuchverbote für Studierende an Hochschulen nicht akzeptabel

„Der Eingriff in die Religionsfreiheit an der Universität Würzburg ist nicht akzeptabel. Wir fordern eine öffentliche Entschuldigung und Wahrung der Rechte von religiösen Minderheiten an unseren Hochschulen“, erklärt Selçuk Çiçek, Vorsitzender der Studierendenorganisation der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG). Anlass ist ein islamfeindlicher Vorfall an der Universität Würzburg. Dort hatte die Politik-Professorin Gisela Müller-Brandeck-Bocquet eine Studentin aufgefordert, ihr Kopftuch abzunehmen; schließlich dürften auch männliche Studenten nicht mit Basecaps im Hörsaal sitzen. Selçuk Çiçek weiter:

Baden-Württemberg – Verbot religiöser Kleidung verstößt gegen das Neutralitätsgebot

"Das Verbot jeglicher religiös begründeter Kleidung im Justizbereich ist ein tiefer Einschnitt in die Grundrechte der betroffenen Personen und alles andere als neutral. Rechtseingriffe dürfen nicht auf vagen Vermutungen oder Vorurteilen fußen", erklärt Bekir Altaş, Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG), anlässlich des Entwurfs des Gesetzes zur Neutralität bei Gerichten und Staatsanwaltschaften.

Kopftuch-Debatte in Österreich irritierend und anmaßend

„Muslime sind darin frei, selbst festlegen zu dürfen, was sie für ihre Glaubensausübung als verpflichtend erachten und was nicht. Erklären müssen sie sich dafür nicht“, sagte der Vorsitzende der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG), Kemal Ergün, anlässlich der Kopftuch-Debatte in Österreich. Kemal Ergün weiter:

Negative Suggestionen gegenüber Musliminnen müssen aufhören

"Übergriffe auf Muslime nehmen seit Jahren zu. Die Politik ist aufgefordert, Maßnahmen auf den Weg zu bringen, damit Muslime diskriminierungsfrei leben können", erklärt Hatice Şahin, Vorsitzende der Frauenorganisation der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG), anlässlich eines Übergriffs auf eine Muslimin auf offener Straße in Kiel. Der Täter hat die Frau mit Kopftuch brutal niedergeschlagen und sie mit antimuslimischen Parolen beschimpft. Şahin weiter:

Studie: „Deutsch-Sein“ – Politik muss Debatten verantwortungsvoll führen

"Wenn mehr als jeder Dritte der Bevölkerung das Kopftuch und das 'Deutsch-Sein' für unvereinbar hält, müssen in einer pluralistischen Gesellschaft die Alarmglocken schrillen", so Mustafa Yeneroğlu, Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş, anlässlich der aktuellen Studie des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung. Danach gaben 38 Prozent der Befragten an, dass nicht deutsch sein könne, wer ein Kopftuch trage. Yeneroğlu weiter:

Integrationsgipfel: Wer Benachteiligung abbauen möchte, muss die Kopftuchverbote abschaffen

"Wer Benachteiligungen von Migrantinnen auf dem Ausbildungsmarkt abbauen möchte, muss als gutes Beispiel vorangehen und die gesetzlichen Kopftuchverbote abschaffen", so Mustafa Yeneroğlu, Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş, anlässlich des Integrationsgipfels im Bundeskanzleramt, das in diesem Jahr Ausbildung zum Schwerpunktthema hat. Yeneroğlu weiter: