Pressemitteilung

18. Jahrestag des Srebrenica Massakers – Wir müssen die Erinnerung wachhalten

10. Juli 2013

„Vor Ausbruch des Krieges lebten etwa 30.000 Muslime in Srebrenica. Heute sind es nur noch um die 5.000. Die meisten von ihnen wurden beim Krieg im Jahre 1995 ermordet oder vertrieben. Schätzungen zufolge sind 10.000 Menschen aufgrund ihrer Religion ermordet worden. Dass die Überlebenden heute noch auf eine angemessene Entschädigung warten, ist unerklärlich.

Dieses Massaker fand mitten in Europa vor den Augen der Weltöffentlichkeit statt. Obwohl die Vereinten Nationen Srebrenica zur Schutzzone erklärt hatten, wurden Hilfe suchende Bosnier nicht geschützt. Die Weltgemeinschaft hat tatenlos zugeschaut zu einer Zeit, wo man meinte, solche Schandtaten gehörten der Vergangenheit an – insbesondere in Europa.

Deshalb ist es notwendig, die Erinnerung daran Jahr für Jahr am Leben zu halten. Ein Massenmord wie in Srebrenica darf sich nicht wiederholen, weder in Europa noch woanders in der Welt. Das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, Akzeptanz anderer Kulturen sowie deren Glauben sind nicht verhandelbar und alle stehen gemeinsam in der Verantwortung.“