Gemeinschaft

6. Koranrezitationsveranstaltung in Wien

14. November 2008

So wie in den Vorjahren fand die Veranstaltung, an der dieses Jahr etwa 4500 Menschen teilnahmen, großen Anklang. Neben Muhammed Turhan, dem Gastgeber und Vorsitzenden der (IWF), waren der Mufti Österreichs Dr. Ramazan Yıldız, Mitarbeiter der IGMG-Irschadabteilung Mustafa Mullaoğlu, das Wiener Ratsmitglied Rudolf Stickler, der Vorsitzende des Schura Rates der IGGiÖ Dr. Fuat Sanac, der stellvertrende Leiter der IGMG-Irschadabteilung Hakkı Çiftci, der Vorsitzende der (IGGiÖ) Prof. Anas Schakfeh, der Botschafter Saudiarabiens für Wien Mansour Bin Khalid Al Saud und sein Sekretär Faisal Al Mandeel, der sudanesiche Botschafter Sayed G.Elamın, der Vertreter Malaysias Mohammed Kmail Abd.ghani, der Vertreter Katars Ali Khalfan Al Mansouri, der palästinensische Vertreter DI. Hani, der Beirat für Religion der Türkischen Botschaft Mehmet Emin Çetin sowie der Vertreter der indonsischen Botschaft Ismnam Laksmana und zahlreiche andere Repräsentanten ziviler Organisationen anwesend.

Die Rezitatoren, die zur 6. Koranrezitationsveranstaltung eingeladen wurden, kamen aus dem Iran, Österreich, Bosnien, der Türkei, Malaysia, Ägypten und Saudiarabien.

Nachdem die Veranstaltung mit einigen kurzen Videoklips eröffnet wurde, bedankte sich der IWF-Vorsitzende Muhammed Turhan für die Teilnahme und hieß die Gäste herzlich willkommen. Turhan zeigte sich sehr erfreut darüber, dass die Koranrezitation von Jahr zu Jahr mehr Anklang finde und fügte hinzu: „Ihr seid eine Gemeinde, die sich zu jeder Zeit und an jedem Ort für das Wahre und Gute einsetzt. Ihr seid es, die die Worte des Korans von Wien aus nach Anatolien, in die Metropolen Europas, in den Balkan, nach Bosnien, gebracht haben. Möge uns Allah bei diesem Vorhaben unterstützen.“

Der IWF-Vorsitzende sprach in seiner Rede auch über die Wichtigkeit der Erziehung. „Wir, die Islamische Föderation in Wien, glauben, dass sich die Situation der Gesellschaft nur durch Bildung und Erziehung verbessern lässt. Deshalb bin ich glücklich, dass wir es geschafft haben, im vergangenen Jahr ein Jugendzentrum und in diesem Jahr drei Kindergärten zu eröffnen. Es ist zwar sehr erfreulich, Kindergärten, Schulen und Institute zu eröffnen und die Zweigstelle der Imam-Evzai-Universität zu betreiben, doch reicht dies nicht aus. Wir werden unsere Anstrengungen fortführen. Ich bin zuversichtlich, dass Koranrezitatoren der kommenden Veranstaltungen nach zehn Jahren aus unserer Mitte kommen werden. In diesem Sinne kann ich mich glücklich schätzen, ihnen mitzuteilen, dass wir bereits mit den Vorbereitungen zur Einrichtung eines Korankurses begonnen haben und derzeit 30 Kinder angemeldet sind“, führte Turan aus.

Muhammed Turhan sprach auch die Plakataktion der IWF an, die dieses Jahr den Hadîth „Angesehen ist jener, der seine Familie achtet“ zeigt, in den Städten Graz, St. Pölten, Linz, Salzburg und Wien durchgeführt wurde. Durch diese Aktion strebe man an, „die universelle Botschaft des Islams der Gegenwart zugänglich zu machen“, so Turhan.

Anschließend wurde der stellvertretende Leiter der IGMG-Irschadabteilung Hakkı Çiftçi ans Mikrofon gebeten. Çiftçi bedankte sich für die Einladung und ging mit einigen Worten auf die Bedeutung des Verständnisses des Korans ein. Der Botschafter Saudiarabiens für Wien, Mansour Bin Khalid Al Saud, sagte in einer Begrüßungsrede, dass er sich glücklich schätze, an einer solch großen Veranstalung mitten in Europa teilnehmen zu dürfen. Am Ende seiner Rede überreichte Muhammed Turhan dem Botschafter eine Plakette.

Auch der Botschafter des Sudan, Sayed G. Elamin, der ebenfalls auf das Podium gebeten wurde, erhielt eine Plakette.

Der Wiener Abgeordnete und Landesminister Rudolf Sticker brachte seine Freude, an einer solch großartigen Veranstaltung teinehmen und vor einer so großen Menge von Menschen sprechen zu dürfen zu Ausdruck. Er wies darauf hin, dass es in Wien keine Hürden für Menschen anderer Religion gebe, ihren Glauben zu leben und die Wiener dafür Sorgen tragen, dass dies auch gewährleistet bleibt.

Anschließend wurde dem Vorsitzenden der Islamischen Glaubengemeinschaft in Österreich das Wort erteilt. Anas Schakfeh gratulierte dem IWF, wünschte sich, die Fortführung solcher Veranstaltungen und fügte hinzu, dass er dies jederzeit unterstützen werde. Nachdem die Sponsoren auf die Bühne gebeten wurden und je eine Plakette erhielten, wurde das Programm für das Abendgebet unterbrochen.

Nach dem Gebet begannen die Koranrezitationen. Weltbekannte Koranrezitatoren wie Remzi Kenar (Österreich), Hassan Sadiki (Iran), Nejad Asim Rakovic (Bosnien), Gürsel Turhan (Türkei), Üsame Muhammed Atiye (Saudiarabien), Wan Fakrul Razi (Malasiya), Dr. Ahmed Nuayna (Ägypten) betraten die Bühne.

Die 6. Koranrezitationsveranstaltung der Islamischen Föderation in Wien endete damit, dass Seyh Abdullah Basfar und Muhammed Turhan den Rezitatoren dankten und je eine Plakette überreichten. (am)

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