Pressemitteilung

8. März „Weltfrauentag“: Wir müssen sensibler werden

06. März 2013

„Am Weltfrauentag werden wir viele Statements zu hören bekommen. Es wird verurteilt werden, dass Frauen als Werbemittel für Konsumgüter missbraucht und sie als Objekte dargestellt werden; Menschen mit Rang und Namen werden über mehr Gleichheit und Gerechtigkeit reden oder anprangern, dass Frauen für die gleiche Arbeit nicht den gleichen Lohn bekommen. Wichtiger als wohlformulierte Erklärung ist es aber, dass sich endlich etwas ändert.

Wir als Frauenorganisation der IGMG sind besorgt über den Status quo. Hier sind vor allem Muslime gefragt. Denn ihnen ist die Pflicht auferlegt, der Menschheit mit gutem Beispiel voranzugehen. Deshalb darf es nicht sein, dass Rechte, die der Islam den Frauen gegeben hat, missachtet werden.

In Bezug auf die Religion gilt aber auch: Glaubensüberzeugungen von Frauen und jungen Mädchen dürfen nicht dazu führen, dass ihr Recht auf Ausbildung, Arbeit und Karriere eingeschränkt wird. So vergeuden wir Kräfte und Potenziale, die wir bitter benötigen.

Der Weltfrauentag wurde ins Leben gerufen, um ein Zeichen gegen Zwang und Unterdrückung zu setzen. In diesem Sinne wünschen wir uns eine Zukunft, in der die Frau ihren selbstverständlichen Platz in allen Bereichen des Lebens eingenommen hat.“