Pressemitteilung

„Becksteins Bemühung, Muslime in die Nähe des Terrorismus zu rücken, ist verantwortungslos“

26. Januar 2006

„Es ist unverantwortlich, wenn der bayerische Innenminister die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) im Zusammenhang mit „islamistischen Terrorismus und Massenvernichtungsmittel“ erwähnt, kritisierte der Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG), Oguz Ücüncü den bayerischen Innenminister, Günther Beckstein. „Herr Beckstein stellt bewusst falsche Bezüge her.“

„Im Wissen, dass es solch einen Zusammenhang nicht gibt und auch nicht geben kann, versucht Herr Beckstein immer wieder die IGMG in einem fahlen Licht erscheinen zu lassen. Gerade der bayerische Innenminister weiß sehr genau, dass die IGMG weder etwas mit einem „islamistischen Terrorismus“ noch mit Massenvernichtungsmitteln zu tun hat“, stellte Ücüncü klar.

Zu der Erklärung von Beckstein, dass die IGMG nach außen den Eindruck einer verfassungstreuen Organisation zu erwecken versuche, äußerte sich der Generalsekretär wie folgt: „Die IGMG versucht nach außen nicht den Eindruck einer verfassungstreuen Organisation zu erwecken, sie ist eine verfassungstreue Organisation“. „Herr Becksteins vermeintlicher Vorwurf ist sogar der Beleg dafür. Die jahrelange ergebnislose Beobachtung durch den Verfassungsschutz stützt gerade diesen Umstand.“

„Es grenzt schon scharf an geistige Brandstiftung, wenn Herr Beckstein dann gerade auch noch unsere Sommer-Koran-Kurse ins Spiel bringt. Diese Kurse dienen dem Erlernen des Korans und des Islams. Wie Herr Beckstein diese, der Bekenntnisvermittlung und Religionsausübung dienenden Kurse zusammen mit Massenvernichtungsmitteln nennen kann, ist mir völlig unklar.“

„Der Versuch, Muslime in die Nähe des Terrorismus zu rücken, ist verantwortungslos. Der Herr Innenminister gibt zwar vor, die Verfassung schützen zu wollen. Tatsächlich richtet er sich jedoch gegen elementare Verfassungsgrundsätze und insbesondere die Religionsfreiheit, in dem er sich immer wieder bemüht, Muslime durch Anprangerung der Religionsausübung einzuschüchtern „, so Ücüncü.

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