Pressemitteilung

„Dem schönen Beispiel des Propheten folgen“ – Grußbotschaft des IGMG-Vorsitzenden anlässlich des Mawlîd an-Nabawî

02. Februar 2012

Wir Muslime glauben daran, dass unser Prophet, Muhammad (saw), der letzte Gesandte Allahs ist. Der Koran beschreibt ihn als eine „Barmherzigkeit für alle Welten“ (Sure Anbiyâ, [21:107]) Sein Leben und Wirken dienen uns als Maßstab und Quelle für unser Denken und Handeln. Bei allen Angelegenheiten, sei es in Glaubensfragen oder in Fragen des Alltags, orientieren wir uns an seiner Sunna, die uns auf verschiedenen Wegen überliefert wurde. Aus dieser Quelle schöpfen wir Kraft und Motivation. Denn er ist „wirklich ein schönes Beispiel für jeden, der auf Allah und den Jüngsten Tag hofft und oft Allahs gedenkt.“ (Sure Ahzâb, [33:21]) Er ist es, dessen Geburt wir zum Anlass nehmen, um uns sein Wirkens und seines Auftrags bewusst zu werden.

Für uns Muslime ist das eine Selbstverständlichkeit und findet deshalb seinen Niederschlag in der Arbeit unserer Gemeinschaft. Es gehört zu unseren persönlichen Aufgabe und den Pflichten unserer Gemeinschaft, unser Verständnis von dem Propheten zu verdeutlichen und das verzerrte Bild, welches sich in der Gesellschaft ab und an zeigt, geradezurücken. Am besten gelingt das, wenn wir in unserem persönlichen Leben und der Arbeit unserer Gemeinschaft, mit besten Beispiel vorangehen. In unserem Propheten haben wir etwa ein Vorbild für Vergebung. Muhammad (saw) bat um Vergebung für die Einwohner der Stadt Taif, obwohl sie ihn verspotteten und aus ihrer Stadt vertrieben. Er betete zu Allah: „O Herr! Vergib meinem Volk, denn sie wissen es nicht besser.

Indem wir nachsichtig und gerecht handeln, bescheiden und ausgewogen leben, nicht verschwenderisch sind, den Bedürftigen zur Seite stehen und ein Bewusstsein dafür entwickeln , dass wir für unsere Worte und Taten im Jenseits einstehen müssen, folgen wir dem schönen Beispiel des Propheten. Wir helfen unseren Mitmenschen auch, dass sie unseren Propheten in unserem Sinne verstehen können. Oft tragen schon kurze Gespräche, einige nette Worte und eine Geste der Höflichkeit unter Nachbarn dazu bei, Vorurteile und Missverständnisse zu beseitigen und das Bild des Propheten und damit des Islams zurechtzurücken. Möge uns Allah die Kraft geben, unseren Propheten mit unseren Worten und Taten in bester Weise zu erklären, damit ihn unsere Mitmenschen so sehen können, wie wir ihn sehen. In diesem Sinne möchte ich allen unseren Geschwistern zum Mawlîd an-Nabawî gratulieren. Möge uns Allah Frieden und innere Ausgeglichenheit im Diesseits und Jenseits geben, möge er uns erleichtern, sein Wohlwollen zu erlangen.

Vorsitzender
Kemal Ergün

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