Pressemitteilung

„Die gesegneten Drei Monate und religiöse Festtage gehören zu unserer Kultur und Identität“

23. Mai 2012

Die in der islamischen Tradition als „Drei Monate“ bezeichneten Monate Radschab, Schabân und Ramadan haben eine bedeutende Stellung innerhalb des islamischen Mondkalanders. Die Muslime erwarten diese Zeit sehnsüchtig und versuchen, sie in bester Weise zu nutzen. Die Bedeutung der Monate Radschab und Schabân rührt sicherlich auch daher, dass sie die Vorboten des Ramadans sind, den wir in der islamischen Tradition als „König der elf Monate“ bezeichnen. In dieser Zeit bereiten sich die Muslime geistig auf den Ramadan vor – ganz nach dem Vorbild unseres Propheten, der in diesen Monaten besonders viel fastete und folgendes Bittgebet sprach: „O Allah, segne uns die Monate Radschab und Schabân und führe uns in den Ramadan.

Neben der religiösen Bedeutung spielen die Drei Monate sowie die islamischen Feste und gesegneten Nächte auch eine kulturell wichtige Rolle, insbesondere für die Muslime in Europa. Denn diese sind ein unverzichtbarer Anlass und gleichzeitig auch eine Möglichkeit, religiöse und kulturelle Traditionen an die kommende Generation weiterzugeben und die Gemeinschaft zu pflegen. Das heißt, diese Tage und Nächte sind ein Teil der islamischen Kultur und Identität, die in Europa entsteht bzw. fortgeführt wird. Dies im Hinterkopf, ist es sinnvoll und notwendig, religiösen Festtagen und Nächten eine größere Bedeutung zukommen zu lassen. Unseren Moscheen kommt hierbei die Aufgabe zu, diese Anlässe besser wahrzunehmen und umfangreichere Veranstaltungen zu organisieren.

In diesem Sinne sollten wir uns in den kommenden Monaten persönlich und als Gemeinschaft umfassend auf den Ramadan vorbereiten – mit dem Ziel und der Hoffnung, dass unser geistiges Band zu unserem Schöpfer gefestigt, unsere Gottesdienste angenommen und alle unsere Bemühungen im Sinne Gottes sein mögen. Möge Allah unsere Bittgebete annehmen und den Muslime wie auch allen anderen Menschen nur Gutes geben.“