Gemeinschaft

„Die Verbundenheit zum Propheten passt in keinen Saal!“

05. Mai 2008

Unter den Gästen der Veranstaltung, an der mehr als fünf Tausend Besucher teilnahmen, befanden sich unter anderem der Berliner Innensenator Erhart Körting, die ehemalige Ausländerbeauftragte Berlins Prof. Barbara John, der ehemalige stellvertretende Vorsitzende des türkischen Parlaments, Yasin Hatipoğlu, IGMG-Generalsekretär Oğuz Üçüncü, der Leiter der IGMG-Studentenabteilung Celal Tüter, Dr. Mustafa Ağırman, der Vorsitzende der MÜSIAD, Ali Uzun, der Vorsitzende der „Alperen Ocakları“, Mustafa İnan, sowie Vertreter diverser Vereinigungen.

Durch das Programm, das im Tempodrom, einem der größten Säle Berlins, stattfand, führte der Leiter der Irschad-Abteilung Berlins, Orhan Sarı. Die Veranstaltung begann mit einer Eröffnungsrezitation durch Fatih Çiçek, dem Gewinner des 20. Europäischen Koranrezitationswettbewerbs. Anschließend begrüßte der Vorsitzende des Regionalverbandes, Siyami Öztürk, die Besucher und bedankte sich für ihre Teilnahme. Öztürk rief in seiner Begrüßungsrede dazu auf, alle Vorurteile bezüglich des Islams zur Seite zu schieben und das Leben des Propheten zu studieren. Der Vorsitzende wies auch darauf hin, dass es zur Mode geworden sei, unter dem Deckmantel der Pressefreiheit die Muslime zu beschimpfen und warb für mehr Respekt.

Nachdem mittels einer Präsentation die Aktivitäten des Regionalverbandes dargestellt wurden, wurde Prof. Barbara John auf die Bühne gebeten. John begann ihre kurze Begrüßungsrede auf Türkisch und sagte: „Merhaba Müslüman kardeşlerim“. In ihrer Rede wies sie darauf hin, dass es im Koran auch Aussprüche des Propheten İsâ (as) gibt und hob hervor, dass das es ein sehr Zusammenleben mit den Muslimen gebe. Man wisse, dass die Muslime ein harmonisches und friedvolles Zusammenleben anstreben und sei bereit, auf allen Gebieten mit der IGMG zusammenzuarbeiten.

Nachdem Ahmet Basri, Muharrem Çınar, Önder Koç und Celal Özcan einge Loblieder vorgetragen haben, bekam der Generalsekretär der IGMG, Oğuz Üçüncü, das Wort. Üçüncü erklärte, dass man die Pressefreiheit zwar akzeptiere und achte, aber Filme und Karikaturen, die an Muslime gerichtet sind, kritisiere. Er rief alle Muslime dazu auf, geduldig und verständisvoll zu handeln und sagte: „Als religiöse Gemeinschaft ist es unser Ziel, die Botschaft der göttlichen Offenbarung und den Gesandten zu verstehen und zu vermitteln, indem wir diese mit unserem persönlichen Lebensstil bezeugen.“ Weiter sagte Üçüncü: „Dass wir das Gebot „Lies!“ umsetzten, kann man mit Diplomen und Zeugnissen beweisen. Denn nur so können wir unsere Verantwortung in der Gesellschaft wahrnehmen und nur dann ist es möglich, dass wir die „besten unter den Menschen“ sind. Dieses Land ist auch unsere Heimat. Aus diesem Grund dürfen wir angesichts vielfältiger gesellschaftlicher Probleme nicht die Augen verschließen. Die Gebote des Islams zu erfüllen, widerspricht weder der rechtlichen Grundlagen der Staaten, in denen wir leben, noch fördert sie Parallelgesellschaften. Im Gegenteil, unser Bemühen um eine religiös fundierte Lebensweise, wird vom Grundgesetz durch die Religionsfreiheit unterstützt.“

Dr. Mustafa Ağırman bemerkte, dass die Veranstaltungen, die jedes Jahr anlässlich des Jahtrestages der Geburt des Propheten organisiert werden, von Jahr zu Jahr umfangreicher werden. „Wo man früher lediglich Konferenzen und Tagungen durchgeführt hat, sind in den letzten Jahren diverse Komponenten wie Gedicht- und Schreibwettbewerbe hinzugekommen. Diese Veranstaltungen werden in den kommenden Jahren noch vielfältiger werden. In den Gemeinden wird der Koran in guter Weise vermittelt. Durch diese Veranstaltungen trägt man nun dazu bei, dass die Menschen den Propheten und mit ihm den Islam näher kennen lernen.“, so Ağırman.

Als letzter Redner wurde Yasin Hatipoğlu auf die Bühne gebeten. In seiner ihm eigenen Art erzählte er aus dem Leben des Propheten und unterlegte seinen Vortrag mit eigenen Gedichten. Auch Hatipoğlu forderte die Menschen dazu auf mehr über den Gesandten Gottes zu lernen, denn außer dem Weg, der im Koran und der Sunna aufgezeit ist, gebe es keinen anderen Weg.

Die Möglichkeit, während des Programms den „Sakal-i Scharîf“ zu besichtigen, verlieh der Veranstaltung eine besondere Bedeutung. Indes wurden die Gewinner diverser Wettbewerbe, die im Regionalverband organisiert wurden, bekanntgegeben.

Die Gewinner des Hadîth-Wettbewerbs unter den Jungen sind Ömer Nuri Yılmaz (1.), Salih İlker Bahçıvan (2.) und Halil İbrahim Doğan (3.), während bei den Mädchen Ayşe Akın (1.), Kübra Söğüt (2.) und Sümeyye Yörük (3.) gewannen. Die Gewinner des Gedichtwettbewerbs sind: Edanur Uçar (1.), Rümeysa Şener (2.) und Ayşe Kurtbecer (3.)

Im Zweiten Teil  der Veranstaltung trugen die weltberühmten Rezitatoren Hasan Sadiki (Iran), Ekrem Nalbant (Türkei) und Abdurrahman Sadien (Südafrika) einige Verse aus dem Koran vor. Die Veranstaltung endete mit einem Bittgebet von Sedat Şener.

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