Pressemitteilung

„Gute Dienste durch die Gemeinschaft“

05. Juni 2013

„Die Himmelfahrt (Mirâdsch) unseres Propheten spielte eine besondere Rolle in seinem Leben, ist aber auch von großer Bedeutung für uns. Sie ist ein Geschenk und eine Gnade Allahs an unseren Propheten. Eines der wichtigsten Geschenke der Himmelfahrt an die Muslime ist das Gebet und damit die Moschee und die Gemeinschaft.

Die Muslime, die sich in den Moscheen versammeln, sind eine Gemeinschaft von Geschwistern. Eine solche Gemeinschaft bringt natürlich viel Positives mit sich. Beispielsweise ist die persönliche und charakterliche Erziehung jedes Einzelnen in der Gemeinschaft sehr wichtig. In der Gemeinschaft erlernen die Menschen ein gesundes Sozialverhalten und eignen sich einen guten Charakter an. Der Einzelne lernt, nach welchen Maßstäben es zu handeln gilt und was das Leben sinnvoll macht. Die Gemeinschaft ist eine Schule der Erziehung, ein Ort des Lernens. Sie ist die Schule der islamischen Erziehung schlechthin.

Ein weiterer positiver Aspekt der Gemeinschaft betrifft die Wirkung auf die restliche Gesellschaft. Wer in der Gemeinschaft einen guten Charakter erlangt und eine gute Bildung genießt, der wird auch in der Gesellschaft mit seiner Persönlichkeit hervorstechen und die Gemeinschaft in bester Weise repräsentieren können. Die Gemeinschaft befindet sich in einer ständigen Entwicklung, sie erneuert sich immerzu. Wer sich in der Gemeinschaft befindet, wird von dieser Dynamik gefördert und hat die Möglichkeit, sich weiterzubilden.

Gleichzeitig hat die Gemeinschaft auch einen unterstützenden Charakter. Sie hilft Menschen, die die gleichen Gedanken und Gefühle, die gleiche Sprache, Kultur und Religion teilen, die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. Wer sich in der Gemeinschaft bewegt, der wird mit seinen Sorgen und Themen nicht allein gelassen und Menschen um sich herum haben, die ihn unterstützen. Der Einzelne wird angetrieben, den Koran und die Sunna des Propheten zu verstehen und den Gottesdienst wertzuschätzen.

Gute Dienste können also am besten durch die Gemeinschaft realisiert werden, und zwar von Menschen, die aus dieser Gemeinschaft hervorgehen. Aus diesem Grund sollten wir Muslime unserer diesseitigen und jenseitigen Glückseligkeit wichtig nehmen und alles tun, um unseren muslimischen Geschwistern und der gesamten Menschheit nützliche Dienste zu leisten.

In diesem Sinne gratuliere ich all unseren muslimischen Geschwistern zur Mirâdsch-Nacht. Möge sie uns Frieden und Harmonie bringen.“

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