Pressemitteilung

Bösartige Unterstellung und Diffamierung der IGMG durch die „Welt am Sonntag“

24. September 2001

Die Unterstellung der ‚Welt am Sonntag‘, die Trauerbekundungen für die Opfer der Anschläge in New York seien vor allem in Bremen, nicht echt gemeint und Heuchelei, wurde vom IGMG Vorsitzenden Mehmet Erbakan als schamlose Unterstellung und Diffamierung der IGMG und ihrer Mitglieder bezeichnet.

Er sagte: ‚Es ist mal wieder bezeichnend, ohne auch nur einen Beleg zu nennen, werden Trauerbekundungen von Hunderten von Gläubigen, die an dem Gebet in Bremen teilnahmen, zu Heuchlern erklärt. Ein Einzelner kann heucheln, aber wie heuchelt man mit 750 Mitgliedern beim Freitagsgebet eine Trauer, die man angeblich nicht empfindet ? Merkt da keiner der anwesenden Politiker und Vertreter der anderen Kirchen, wie die Stimmung ‚wirklich‘ ist? Es handelt sich bei dem Artikel um ein Paradebeispiel der Verleumdung der IGMG, wie wir es leider in den letzten Jahren immer wieder erlebt haben. Da werden stets ungeheuerliche Behauptungen aufgestellt, ohne auch nur einen einzigen Beleg anzuführen. Wenn es um die Diffamierung der IGMG geht, scheinen Belege nicht mehr notwendig zu sein. Es gilt schuldig bei Anklage! Das der Artikel aus der Ferne geschrieben wurde, erkennt man auch an der Verwendung des Begriffs: ‚Mullah‘. Mullah`s gibt es im schiitischen Islam und nicht bei Sunniten. Entsprechend gibt es auch keinen Mullah an der Bremer Fatih-Moschee, der dann in der unterstellten heuchlerischen Absicht zum Gedenkgottesdienst aufgerufen haben soll.

Wir spielen nicht mit unseren religiösen Überzeugungen, unseren Gotteshäusern und Gebeten. Wir nehmen diese Dinge äußerst ernst. Wenn wir in unseren Gotteshäusern unsere heiligen Gebete für die Toten der Anschläge und ihre Hinterbliebenen beten, dann meinen wir das auch so. Die ‚Welt am Sonntag‘ hat uns in unserer religiösen Ernsthaftigkeit beleidigt, daher erwarten wir eine Entschuldigung. Was wären wir für Muslime, wenn wir uns über ein Anschlag freuen würden, bei dem unter 5000 unschuldigen Menschen mehrere Hundert Muslime sind.‘