Gemeinschaft

Begegnungsfest in Hersbruck

09. Juni 2010

Der Gemeindevorsitzende, Murat Gündogan, hielt eine Begrüßungsrede, in der er den Anwesenden für ihr zahlreiches Erscheinen dankte. Das Begegnungsfest sei eine gute Gelegenheit, den Dialog zu vertiefen, Missverständnisse aus dem Weg zu räumen und aufeinander zuzugehen.

Anschließend richtete der stellvertretender Landrat Hans-Joachim Dobbert das Wort an die Gäste. „Sich zu begegnen ist besser als sich aus dem Weg zu gehen. Dieses Fest der Begegnung schafft die große Chance Vorurteile abzubauen und fördert ein gelebtes Miteinander, getragen von Respekt und Achtung vor dem anderen. Gemeinsam zu feiern trägt zur Stärkung der Gemeinschaft bei“, so Dobbert.

Dekan Dr. Werner Thiessen von der evangelischen Kirche erinnerte daran, dass in der „Nostra Aetate“ des Zweiten Vatikanischen Konzils über das Verhältnis der Kirche zu nichtchristlichen Religionen, die Hochachtung der Christen gegenüber Muslimen verankert ist. Dies gründe auf der Tatsache, dass auch sie einen Gott anbeten und Jesus als einen Propheten verehren.

Kein praktizierender Muslim, der den Islam vollständig verinnerlicht hat, würde jemals das Grundgesetz in Frage stellen, sagte der Islamratsvorsitzende, Ali Kizilkaya. Es gebe zwar kulturelle Unterschiede, aber diese seien als eine Bereicherung anzusehen. Die kontinuierliche Begegnung miteinander sei wichtig, denn das Interesse an einem Austausch müsse geweckt werden, um gemeinsam von einer Haltung der Toleranz zur gegenseitigen Akzeptanz zu gelangen. Seine Ansprache beendete Kizilkaya mit einem Zitat von Erich Kästner: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“

Auf dem Fest gab es neben Spezialitäten aus der türkischen Küche auch viele Unterhaltungsangebote für Groß und Klein. (fy)

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