Pressemitteilung

Beschlüsse in Durban müssen ernst genommen werden

11. September 2001

In einer heutigen Erklärung äußerte sich der Vorsitzende der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG), Erbakan, zu der Abschlusserklärung der Anti-Rassismus-Konferenz der Vereinten Nationen im südafrikanischen Durban. Erbakan sagte, ‚Aufgrund der stark ansteigenden Islamfeindlichkeit sei es sehr wichtig gewesen, dass dieser Umstand in der Abschlusserklärung erwähnt wurde, die verabschiedeten Dokumente sind jedoch nur dann von Bedeutung, wenn sich die Regierungen auch danach richten.

In der Abschlusserklärung hieß es unter anderem: ‚Wir erkennen mit großer Sorge die Zunahme von Antisemitismus und Islamfeindlichkeit in verschiedenen Teilen der Welt‘. ‚Dieser Erklärung müssen jetzt Taten folgen‘, meinte Erbakan und wies auf die äußerst besorgniserregende Lage in Deutschland hin. Erbakan sagte, ‚offiziellen Statistiken zufolge wurden im Jahre 2000 über 15.000 Gewaltaktionen mit rechtsextremistischem Motiv gezählt, dass heißt, jeden Tag werden in Deutschland durchschnittlich über 40 Gewalttätigkeiten gegen ‚fremd‘ empfundene Menschen begangen. Sicherlich liegt die Dunkelziffer viel höher. Diese Zahlen dürfen nicht verharmlost werden.

Die Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Islamfeindlichkeit und Antisemitismus müsse viel intensiver angegangen werden. Vor allem die Medien müssen viel verantwortungsvoller handeln und die Öffentlichkeit für die steigende Gefahr des Rassismus sensibilieren.

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