Gemeindeentwicklung

Besondere Veranstaltung in Essen

20. Mai 2011

Die Veranstaltung begann mit einer Koranrezitation. Nedim Kuş, der durchs Programm führte, begrüßte danach die Besucher und stellte das Programm vor.

Anschließend hielt der Gemeindevorsitzende, Satılmış Çorbacı, eine Begrüßungsrede und gab dann das Wort an den Vorsitzenden des Regionalverbands Ruhr A, Özcan Kuri, weiter.

„Vor 50 Jahren kamen unsere Väter aus Anatolien nach Europa. So begann die türkische Migration nach Europa. Viele aus der ersten Generation sind von uns geschieden. Hier wurden sie als Ausländer bezeichnet und in der Türkei als Deutsche. Die Zwanzigjährigen von einst sind heute Senioren und haben Enkel. Obwohl wir aus verschiedenen Städten der Türkei kommen, entstanden enge Freundschaften zwischen türkischen Migranten. Viele von unseren Freunden stehen uns näher als einige unserer Verwandten“, sagte Kuri. „Heute feiern wir auch die Geburt des Propheten. Mit der Gedenkveranstaltungswoche beabsichtigen wir, den Propheten besser kennenzulernen und zu verstehen. Wir glauben daran, dass die Menschen Harmonie und Frieden finden werden, solange sie den Propheten zum Vorbild nehmen“, so Kuri weiter.

Für das musikalische Rahmenprogramm sorgten der Künstler Selim Aha und die Gruppe Zemzem. Auch der Mädchenchor der Ayasofya Moschee bereicherte das Programm mit ausgewählten Nascheeds und begeisterte damit die Besucher.

Zu den Gästen der Veranstaltung zählte auch Mitglied des Integrationsbeirates der Stadt Essen, Muhammed Balaban. Er ging in seiner Rede auf die jahrelange Zusammenarbeit mit der Ayasofya-Moschee ein. Im Bereich Integrationsarbeit und interreligiöser Dialog sei die Ayasofya-Moschee sehr aktiv.

Ein weiterer Gast der Veranstaltung war der IGMG-Generalsekretär Oguz Ücüncü. „Wie viele Jahre müssen noch verstreichen, damit eine Gemeinschaft und eine Religion Akzeptanz erfährt. Reichen 50 Jahre nicht?“ so Ücüncü.

Desweiteren ging Ücüncü auf die Probleme der muslimischen Schüler und die Schwierigkeiten der gesamten muslimischen Bevölkerung ein. „Muslime in Deutschland begegnen noch immer vielen Problemen. Menschen, die ihre Gesundheit für diese Gesellschaft geopfert haben, werden aus fadenscheinigen Gründen benachteiligt“, sagte Ücüncü und gab Jugendlichen den Rat, zu studieren und eine aktive Rolle in der Gesellschaft einzunehmen.

Der anschließende Vortrag von Sebahattin Ucar, stieß auf großes Interesse. Auf seinen Vortrag folgten mehrere Koranrezitationen. Dazu wurden Adem Hendek, Ibrahim Kılıçlı und Ibrahim Noğman auf die Bühne geladen. Die besondere Veranstaltung endete mit einem gemeinsamen Abschlussgebet. (fy)