Pressemitteilung

Botschaft des IGMG-Vorsitzenden zum Beginn der gesegneten Drei Monate und der Regâib-Nacht

24. Juni 2009

Lob gebührt Gott, dafür, dass er uns erneuet die gesegneten Drei Monate erleben lässt. Denn diese Monate besitzen für die Muslime einen besonderen Wert. Dies bringt der Gesandte Gottes in folgendem Hadîth zur Sprache: „Der Radschab ist der Monat Allahs. Der Monat Schabân ist mein Monat. Der Ramadan ist der Monat meiner Umma.“ In einem anderen Hadîth betet unser Prophet Muhammad (saw): „O Allah, segne für uns den Radschab und Schabân und führe uns zum Ramadan.“ Die Botschaft ist deutlich: Nutzt diese Monate, um euch auf den Ramadan vorzubereiten. Gemäß diesen Worten sollten wir uns in diesen gesegneten Monaten geistig auf die Fastenzeit einstellen, um diesen so gut wie möglich zu nutzen.

In den gesegneten Drei Monaten gibt es einige besondere Nächte. Die erste dieser Nächte ist die Regâib-Nacht, eine Nacht, in der die Gott dem vergibt, der darum bittet und jedem Barmherzigkeit widerfahren lässt, der es wünscht. Mögen wir zu denen zählen, die den Wert dieser Nacht erkennen und zu nutzen wissen.

Während wir uns auf die gesegnete Zeit der kommenden Monate freuen, können wir aber nicht die Augen vor dem verschließen, was in der Welt passiert. Wir sind angehalten, alles in unserer Macht stehende zu tun, um unserer Verantwortung gegenüber der Menschheit gerecht werden zu können. Denn wir alle wissen, dass die Menschheit vom Frieden noch weit entfernt ist. Vor allem in der islamischen Welt sind die Menschen großem Leid ausgesetzt. Dazu gehören beispielweise Palästina, der Irak, Afghanistan, Turkmenistan und auch Pakistan. In diesen Regionen der Welt hören die Tränen nicht auf zu fließen, so wie Hass und Zerstörung nicht aufhören. Daher sollten wir diese Menschen in unseren Bittgebete nicht vergessen. Daneben sollten wir uns auch um die finanzielle Unterstützung dieser bedürftigen Menschen bemühen. In diesem Sinne sollten wir uns an der von unserer Gemeinschaft organisierten Zakât- und Fitrakampagne beteiligen und zur Beteiligung aufrufen.

Wir dürfen aber auch nicht unsere Pflichten gegenüber den Muslimen in Europa vergessen. Denn auch die Menschen hier haben, insbesondere mit familiären, sozialen und bildunsgspezifischen Problemen zu kämpfen. Vor allem in diesen gesegneten Monaten müssen wir mit unseren Gebeten und Hilfestellungen an der Seite dieser Menschen sein.

Ferner sollten wir uns bemühen, die gesegneten Drei Monate mit Gebeten, Fasten und Spenden zu schmücken. Insbesondere das Tarâwih-Gebet im Ramadan sollte nicht vernachlässigt werden; an diesen Gebeten sollten wir mit der ganzen Familie teilnehmen.

In diesem Sinne möchte ich all unseren Geschwistern anlässlich des Beginns der gesegneten Drei Monate gratulieren und bitte Gott, dass er uns den Ramadan noch einmal erleben lasse.“

Voritzender der IGMG
Yavuz Çelik Karahan

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