Pressemitteilung

Botschaft des IGMG-Vorsitzenden zum Beginn des Ramadan

30. August 2008

Eine weitere Eigenschaft des Ramadan ist, dass während dieses Monats besonderer Wert auf die sogenannten „soziale Gottesdienste“, wie die Zakât und die Fitr-Abgabe gelegt wird. Ein besonderer Segen kommt dem Fastenmonat aber auch zu, da sich in ihm die Kadr-Nacht, die Nacht des Beginns der Offenbarung befindet. Neben dem „Itikâf“, also dem Verweilen in der Moschee während der letzten zehn Tage des Ramadan, wird zusätzlich zu den täglichen Pflichtgebeten das Tarâwih-Gebet verrichtet. Auch die Fitr-Abgabe, die im Allgemeinen von jedem Muslim zu entrichten ist, ist eine Besonderheit dieses segensreichen Monats.

Solch ein gesegneter Monat steht uns also bevor. Um die Barmherzigkeit und Gnade Allahs zu erlangen, müssen wir uns jedoch körperlich und geistig darauf vorbereiten.

Wir müssen danach streben, den Ramadan mit all unseren Sinnen, mit Körper und Geist, zu erleben. Nur auf diese Weise kann ein Muslim die Belohnung erlangen, die dieser Gottesdienst mit sich bringt. Nur wer mit diesen Gottesdienst bewusst vollzieht und die Bedingungen des Fastens erfüllt, wird die ihm versprochenen Belohnung erhalten.

Muslime sind dazu angehalten, ihre Gottesdienste mit Sorgfalt zu verrichten, wobei dies insbesondere im Ramadan wichtig ist. Dies ist möglich, wenn der Gläubige das Gebet möglichst oft in der Gemeinschaft verrichtet, sich vor unnützem Gerede und sinnlosem Zeitvertreib fernhält, viel aus dem Koran liest, Spenden und Abgaben wie die Zakât, die Fitr-Abgabe und die Sadaka entrichtet, – falls möglich – sich zum „Itikâf“ zurückzieht und für den Frieden und die Eintracht der Muslime und der gesamten Menschheit betet.

Wir müssen den Ramadan mit unseren Gottesdiensten schmücken, die wir mit Aufrichtigkeit und Hingabe verrichten sollten. Unsere Fehler und Sünden müssen wir bereuen. Rücksicht, gegenseitige Zuneigung, Frieden und Solidarität sollten von den Muslimen in besonderem Maße ausgehen. Gemäß der prophetischen Aussage „Der beste unter den Menschen ist der, der den anderen am nützlichsten ist.“, sollten wir mit unseren nützlichen und guten Arbeiten fortfahren.

Fern von allen schlechten Gedanken und Handlungen müssen wir für den Frieden aller Menschen beten. Insbesondere unsere Geschwister, die Ungerechtigkeit und Unterdrückung ausgeliefert sind, sollten wir mit unseren Gebeten unterstützen. Möge Allah unsere und die Gebete unserer Geschwister sowie all unsere Gottesdienste annehmen und uns noch viele Fastenmonate erleben lassen.“

Vorsitzender der IGMG
Yavuz Çelik Karahan

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