Freitagspredigt

Den Islam richtig leben

06. Januar 2016 Rahla Koran
Rahla Koran

Verehrte Muslime!
Der Islam ist die letzte Religion Allahs. Sie leitet die Menschheit auf den rechten Weg. Sie ist vollkommen, ihr fehlt nichts. Nichts kann und darf ihr hinzugefügt werden. Die Glaubensgrundsätze des Islams sind klar. Selbst unser Prophet, der von Allah damit beauftragt wurde, uns diese Religion zu lehren, hat ihr nichts willkürlich hinzugefügt. Alles, was unser Prophet getan und gesagt hat, kommt von Allah, auch wenn nicht alles als Vers im Koran steht.

Liebe Geschwister!
Der Islam ist eine göttliche Religion. Im Koran steht: „Und (es ist) nicht das Wort eines Dichters. Wie wenig ihr doch glaubt! Und es ist auch nicht das Wort eines Wahrsagers. Wie wenig lasst ihr euch doch ermahnen! Eine Offenbarung vom Herrn der Welten! Und hätte er einige von ihm ersonnene Aussprüche Uns zugeschrieben, Dann hätten Wir ihn bei der Rechten erfasst.“[1]

Verehrte Muslime!
Der Islam wird bis in alle Ewigkeit so bleiben, wie der Prophet ihn uns gelehrt hat. Diese Religion akzeptiert keinen Aberglauben. Darum müssen wir uns dem Aberglauben entgegenstellen. Die Reinheit des Glaubens muss bewahrt werden.

Wie können wir zum Beispiel an Grabstätten um Erlösung bitten, obwohl jeder von uns die gleiche Verantwortung vor Allah hat. Im Koran sagt Allah: „Ruft mich an, ich werde auf euch eingehen!“[2] Wie kann man behaupten, in die Zukunft sehen zu können, obwohl nur Allah das Vergorgene kennt? Wie kann es sein, dass wir an gute oder schlechte Omen glauben, obwohl es solche Vorzeichen von Glück und Unglück nicht gibt?

Liebe Geschwister!
Der Islam existiert nur in der Form, wie sie von Allah offenbart und uns vom Propheten gelehrt wurde. Nur dann kann sie wahrhaft muslimisch gelebt werden.

Verehrte Muslime!
Zusätzlich zu alldem gibt es noch jene, die die Sunna nicht anerkennen. Sie meinen, der Koran allein reicht als Quelle aus. Über diese Haltung hat unser Prophet Folgendes gesagt: „Es wird eine Zeit kommen, in der einem Mann, der in seinem Sessel hin- und herschaukelt, einer meiner Hadithe berichtet wird. Und dieser wird sagen: ‚Da steht doch das Buch Allahs für uns bereit! Das, was dort als halal bezeichnet wird, zu dem sagen wir halal, und was dort als haram bezeichnet wird, zu dem sagen wir haram.‘ Wisset aber, dass auch das, was der Gesandte Allahs für haram erklärt, so ist wie das, was Allah für haram erklärt.“[3]

Liebe Geschwister!
Aus den Koranversen und Hadithen geht klar und deutlich hervor, dass der Islam nur im Zusammenspiel von Koran und Sunna gelebt werden kann. Das Leben eines Muslims muss deshalb frei sein von Aberglauben und Bid’a. Der Islam muss so verstanden und gelebt werden, wie ihn die Sahâba, die Tâbiûn und die Gelehrten der Salaf as-Sâlihîn, also die Mazhab-Imame, verstanden haben. Sie haben uns den Weg zu Verständnis unserer Religion gewiesen. Sie haben uns gezeigt, wie der Islam gelebt werden kann. Dies ist die beste Weise, den Islam zu leben.

[1] Sure Hâkka, 69:41-45
[2] Sure Mu’min, 40:60
[3] Ibn Madscha, Sunan, Mukaddima, Hadith-Nr.: 12

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