Pressemitteilung

Der Verfassungsschutz hat recht ! Entschieden wurde in Köln: „Dialog und Begegnung“

10. Dezember 1997

Im Zusammenhang mit dem Erwerb einer Immobilie in Laatzen nahe bei Hannover häufen sich in den letzten Wochen Presseberichte. Im jüngsten Artikel des Nachrichtenmagazins FOCUS wird u.a. die Aussage des Leiters des niedersächsischen Amtes für Verfassungsschutz Herrn Hessewiedergegeben, in der es über die IGMG Anhänger in Hannover und Laatzen heißt ‚Das sind Strohmänner‘.

Was in dem Schulungszentrumgeschieht, entscheidet die Kölner Zentrale‘. Der Generalsekretär der IGMG Erbakan bestätigte nun diese Einschätzung des niedersächsischen Verfassungsschutzes. Er sagte: ‚ In der Tat wird über die Lehrpläne und die Lehrer in der zu gründenden ‚IGMG Akademie für Verständigung und Begegnung – Laatzen‘ deren Immobilie jetzt erworben wurde, in Köln entschieden. Die Entscheidung ist auch in diesen Tagen gefallen. Es werden dort für junge Muslime und Nicht-Muslime Seminare und Symposien mit den Schwerpunkten: Interkultureller Dialog, Überwindung der Vorurteile, Suche nach einer islamischen Identität in der Diaspora, sowie vielfältige Veranstaltungen bei denen Muslime und Nicht-Muslime einander im Gespräch und in den Gottesdiensten begegnen sollen, stattfinden.‘ Die teilweise beleidigende Berichterstattung, im Magazin Focus hieß es über dieIGMG Mitglieder ‚Steinzeit-Muslime‘, die erneuten Diffamierungen durch Verfassungschutzbehörden, welche in Zusammenhang mit dem Thema Islam in der BRD wahllos Begriffe wie Aggressivität und Bedrohung verwenden, seien Begründung genug, so hieß es, warum es notwendig sei, neben Moscheen nun auch verstärkt Begegnungsstätten zu errichten. Die Verunsicherung der Laatzener Bürger sei, im Hinblick auf die erneute Anti-Islam-Propaganda des Verfassungschutzes, der offenbar aus Gründen der Existenzsicherung verzweifelt am Phantom der tatsächlich nicht vorhandenen ‚islamischen Bedrohung‘ festhalte, durchaus verständlich. Den Bürgern von Laatzen versicherte der IGMG Vorstand, daß sie inwenigen Jahren Stolz darauf sein werden, ein solches Begenungszentrum in ihrer Gemeinde zu haben. In diesem Zusammenhang wies Generalsekretär Erbakan darauf hin, daß man stets wertvolle, gleichsam für den Steuerzahler kostenlose, Beiträge gerade zur inneren Sicherheitgeleistet hätte. Die Jugendarbeit des Verbandes, welche den jungen Muslimen eine Identität gibt, somit ihre Persönlichkeit entwickelt undstabilisiert, habe viele von Drogen und Kriminalität ferngehalten. Ferner habe der Verband bei Ereignissen wie Mölln und Solingen mit großen Anstreng-ungen und entsprechendem Erfolg zur Besonnenheit unter den sehr aufgebrachten türkischen Jugendlichen aufgerufen. Erbakan wies ferner daraufhin, daß im Zeitalter der Globalisierung und angesichts so vieler Vorurteile über die Weltreligion Islam, Aufklärung dringend Not tue.

Ganz wichtig sei hierbei die Bereitschaft zum Dialog, die man im Gegensatz zu vielen Deutschen, gerade bei den Behörden vermisse. So habe der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz Herr Peter Frisch zwei bereits vereinbarte Termine kurzfristig abgesagt. ‚Ein schützendes Auge auf den nahegelegenen jüdischen friedhof in Laatzen zu haben sei, eine selbstverständliche Ehrenpflicht aller Muslime und insbesondere der IGMG in Laatzen. Antisemitismus steht wie jede Form des Rassismus im Widerspruch zur Lehre des Islam. Die Ruhe der Toten, gleich welcher Religion, ist den Muslimen heilig.‘ hieß es, mit Bezug auf die als Beleidigung empfundene Bemerkung im Nachrichtenmagazin Focus ‚in Laatzen fürchte man nun um den nahe gelegenen jüdischen Friedhof.‘