Gemeinschaft

Die Vortragsreihe des IGMG-Landesverbandes Berlin wird fortgeführt

09. November 2009

Die Veranstaltung wurde mit einer Begrüßungsrede vonseiten des Vorsitzenden des Berliner Regionalverbandes, Siyami Öztürk, eröffnet. Öztürk gab bekannt, dass die Veranstaltungsreihe auch weiterhin fortgesetzt werde.


In seinem Vortrag sagte Prof. Uludağ: „Der Islam hat eine mehr als 1400-jährige Vergangenheit. Innerhalb dieses Zeitraumes hat sich der sufistische Lebensstil große Verbreitung gefunden und verschiedenen Entwicklungsstadien durchlaufen. Am Anfang gab es einen asketischen Lebenswandel. Danach begann die Zeit der ersten Sufis. Anschließend entwickelten sich Orden und Bruderschaften, Tarîka genannt. Später gab es auch Zusammenschlüsse unter diesen, so dass umfangreichere Gebilde entstanden. Schließlich entstand der sogenannte philosophische Sufismus. Fazit ist: Das Bild des Sufismus ist sehr vielfältig.

In der islamischen Welt gibt es mehr als 300 Sufi-Orden, so verbreitet ist der Sufismus. Als Lebensstil spielt der Sufis eine große Rolle. Also nicht irgendein Lebensstil, sondern ein Lebenswandel gemäß dem Islam.

Die Begründer der Sufi-Orden sind nicht mit dem Anspruch einen solche Bruderschaft gründen zu wollen aufgetreten. Meistens waren es die Anhänger eines Ordensgründers, Schaich genannt, die sich den Lebenswandel und die Ideen des Gründer angeeignet haben, diese verschriftlicht und systematisiert und dem Orden schließlich den Namen des Gründers verliehen haben. Aus diesem Blickwinkel betrachtet, ähneln sie den Rechtsschulen. Es gibt nicht sehr viele Unterschiede.

Im Zentrum des sufistischen Lebenswandel steht das asketische und geistige Leben des Individuums. Jeder Ordensleiter hatte seinen eigenen Weg, einen Beruf und eine eigene Herangehensweise. Unter den verschiedenen Sufi-Strömungen gibt es gemeinsame Grundlagen und Prinzipien. Diese machen den Sufismus im Allgemeinen aus. Jedoch gibt es auch sehr viele Unterschiede und eine große Vielfalt. Neben dem Hauptweg gibt es viele parallel verlaufende Wege, die aber alle dasselbe Ziel verfolgen.“ (am)

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