Gemeinschaft

Eid Mubarak aus Bangladesch

28. Dezember 2007

Auch wir begegneten den Tag zuerst mit dem Gebet. Anschließend waren wir Gäste eines Unternehmers in Shatkira. Danach haben wir in einer Schule mit einem Waisenhaus die ersten Opfertiere an die Bedürftigen verteilt. Unsere Partnerorganisation hatte Tage vorher Ausgabescheine verteilt, womit die Menschen sie bei uns gegen Tüten mit Fleisch eintauschen konnten. Anschließend haben wir ein außergewöhnliches Flüchtlingslager besucht. Nach Angaben unserer Begleiter existiert dieses Lager schon seit 1947.

Die Menschen sind Opfer einer andauernden Streitigkeit zwischen Bangladesch und Pakistan geworden. Damals vor 60 Jahren  kamen die Flüchtlinge aus Pakistan nach Bangladesch. Seitdem leben sie in Notunterkünften und niemand hat sich seither ernsthaft um diese Menschen gekümmert. Viele dieser Menschen haben uns um Hilfe und Unterstützung gebeten. Auch mit diesen Notleidenden haben wir einige Worte gewechselt und ihnen von den Muslimen in Europa erzählt.

Eines unserer besonderen Ziele war es, Menschen zu sehen, die stark vom Taifun SIDR betroffen waren. In einem anderen Dorf kamen sehr arme Familien, um an den Feierlichkeiten zum Opferfest der IGMG teilzunehmen. Nach einer kurzen Ansprache begannen wir auch hier, umgehend die Fleischtüten und die Nahrungspakete zu verteilen. Jede Person bekam eine Tüte Fleisch und ein Paket mit Reis, Gemüse und sonstigen Nahrungsmitteln. Die Menschen haben sich sowohl über die Lebensmittel als auch über unsere Anteilnahme an ihrem Unglück gefreut und sich bedankt. Die Freude und Dankbarkeit über diese im Grunde doch geringe Hilfe war sehr groß. Ein alter Mann hat mit aufgetragen, den Muslimen in Europa seine Grüße zu überbringen. Als letztes für den heutigen Tag haben wir nach Einbruch der Dunkelheit eine weitere Schule mit Waisen erreicht. Auch hier wurden die Pakete und Fleischtüten an die Bedürftigen verteilt.

Nihat Köse

Süd-Bangladesch

[supsystic-social-sharing id="1"]