Gemeinschaft

Erdbebenopfer in Pakistan erfreuen sich am Opferfest

13. Januar 2006

Seit zwei Tagen befinden wir uns in Islamabad, der Hauptstadt von Pakistan. Gestern haben wir ein Lager mit den Opfern des Erdbebens hier in der Stadt besucht. Nach Angaben der Behörden leben derzeit 70000 Obdachlose in den Lagern rund um Islamabad. Die Anwesenheit von zahlreichen Hilfsorganisationen ist erfreulich. Von überall auf der Welt sind die einzelnen Organisationen angereist, um den Opfern des Erdbebens Hilfe und Unterstützung zu gewähren.

Wie auf den Bildern auch zu erkennen ist, leben die Erdbebenopfer in einfachen Verhältnissen. Die Zelte, in denen sie untergebracht sind, sind nicht wetterfest. In ein Zelt luden mich die Bewohner selbst ein, um mir die vielen Löcher zu zeigen, durch die es hindurchregnet.

Obwohl die Menschen in einer großen Ungewissheit leben, versuchen sie doch ihre Existenz irgendwie in den Griff zu bekommen. Wir wurden Gäste einer zufällig stattfinden Hochzeit im Lager. Die Stadtverwaltung von Islamabad hatte für 10 heiratwillige Paare aus dem Lager die Hochzeit organisiert und finanziert.

Erdbebenopfer in Islamabad

In einem meiner letzten Berichte hatte ich auch die Situation der Rohingyas in Bangladesch geschildert. Sowohl die Rohingyas als auch die Erdbebenopfer leben in einer sehr schwierigen Situation, aber diese Menschen legen eine ungeheure große Energie und Ausdauer an den Tag, mit der sie ihr Leid ertragen. Wir haben uns auch in die Reihe der Hilfsorganisationen eingereiht und verfolgen zielstrebig unsere Projekte. Die Vorbereitungen und Planung für das Opferfest sind abgeschlossen. Wir haben uns auf die Haupterdbebengebiete konzentriert. Diese befinden sich hauptsächlich in Kaschmir, dort werden wir mit vier Teams in den unterschiedlichen Städten die Hilfsaktionen überwachen und durchführen.

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