Pressemitteilung

Erfassung islamfeindlicher Straftaten – IGMG begrüßt Vorankommen

16. Februar 2016 Bekir Altaş, Generalsekretär
Bekir Altaş, Generalsekretär

„Wir begrüßen, dass die Bundesregierung die Erfassung islamfeindlicher Straftaten befürwortet“, erklärt Bekir Altaş, Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG), anlässlich einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage. Darin teilt sie mit, dass „die Erweiterung des Oberthemas ‚Hasskriminalität‘ um das Unterthema ‚islamfeindlich‘ vom zuständigen Fachgremium befürwortet wurde.“ Bekir Altaş weiter:

„Das ist ein überfälliger Schritt, den die IGMG genauso wie Kriminologen und Teile der Politik schon seit vielen Jahren fordern. Ohne verlässliche Daten kann Islamfeindlichkeit weder erforscht noch beziffert werden. Denn weder kann evaluiert werden, ob Maßnahmen greifen, noch kann man prüfen, ob das Problem größer oder kleiner wird.

Bisher werden Übergriffe auf Moscheen nur bedingt und unvollständig erfasst. Dieser ungenauen Zählung zufolge gab es laut Bundesregierung im vierten Quartal des vergangenen Jahres allein 24 Übergriffe auf Moscheen. Im Vergleich zu den vorangegangenen drei Quartalen (insgesamt 48) ist das ein massiver Anstieg. Wie hoch die Dunkelziffer ist, lässt sich allenfalls erahnen. Erst mit der separaten Erfassung von islamfeindlichen Straftaten wird das Ausmaß des Problems sichtbar werden.“