Pressemitteilung

Grußwort des IGMG-Vorsitzenden Kemal Ergün zur Mirâdsch-Nacht

28. Juni 2011

Der Mirâdsch, also die nächtliche Reise von Mekka nach Jerusalem, spielt eine bedeutende Rolle im Leben unseres Propheten – und auch in unserem. Dieses unsere Vorstellungen übersteigende Erlebnis ereignete sich zehn Jahre nachdem Muhammad (saw) zum Propheten erwählt wurde. Derart wundersame Ereignis können nicht mit dem Verstand erfasst werden, sie sind eine Angelegenheit des Glaubens. Wir halten uns deshalb an Abû Bakr (ra), der nach dem Mirâdsch gefragt wurde und antwortete: „Wenn er (der Prophet) es sagt, dann stimmt es.“

Dieses außergewöhnliche Erlebnis wird im ersten Vers der Sure Isrâ wie folgt wiedergegeben: „Gepriesen sei der, der seinen Diener des Nachts von der unverletzlichen Moschee zur fernsten Moschee führte, deren Umgebung wir gesegnet haben, um ihm einige von unseren Zeichen zu zeigen. Wahrlich, er ist der Hörende, der Schauende.“

 

Der Isrâ, also der Aufstieg in den Himmel, sowie der Mirâdsch sind ein Geschenk Allahs. Zu diesen göttlichen Gaben gehört das fünfmalige Gebet. So wie unser Prophet während des Isrâ die Allahs Gegenwart erlebt hat, so ist das Gebet ein geistiges Treffen mit Allah. In diesem Sinne ist der Hadith „Das Gebet ist der Miradsch des Gläubigen“ zu verstehen.

Durch das Gebet wird also eine Beziehung zu Allah hergestellt und gestärkt. Wir sind Allah zu Dank verpflichtet, dass er uns durch das Gebet ermöglicht hat, ihm näher zu kommen. In diesem Sinne sollten wir versuchen, die Mirâdsch-Nacht sowie alle anderen gesegneten Nächte in bester Weise zu nutzen. Das Gebet mit innerer Ruhe zu verrichten und unsere Fehler einzusehen – das sind zwei wichtige Aspekte unseres religiösen Lebens, die uns in dieser Nacht beschäftigen sollten.

Ich gratuliere nochmal allen muslimischen Geschwistern von Herzen anlässlich der Mirâdsch-Nacht. Möge sie uns und der gesamten Welt Frieden und Zusammenhalt bringen.“

IGMG-Vorsitzender

Kemal Ergün

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