Freitagspredigt

Hutba – Absicht, Handlung und Ziel

13. Februar 2009

Verehrte Muslime,

im Koran heißt es: „Und gehorcht Allah und dem Gesandten; Vielleicht findet ihr Barmherzigkeit. Und wetteifert um die Verzeihung eueres Herrn und einen Garten, der weit ist wie die Himmel und die Erde, bereitet für die Gottesfürchtigen, die da spenden in Freud und Leid und den Zorn unterdrücken und den Menschen vergeben – und Allah liebt die Gutes Tuenden.“ [3:132][3:133][3:134] Von unserem Propheten wird überliefert: Der Muslim ist des Muslims Bruder. Er fügt ihm kein Leid zu und setzt ihn keiner Gefahr aus. (Buchârî, Mazâlim, 3; Muslim, Bir, 58)

 

Verehrte Geschwister,

der Wert einer Handlung hängt von Absicht und dem verfolgten Ziel ab. Das Ziel des Gläubigen ist es, das Wohlwollen Gottes zu erreichen. In seiner Hand befinden sich das Diesseits und das Jenseits, das Paradies (Dschanna) und die Hölle (Dschahannam). Wenn der Gläubige stets seines Ziels bewusst ist, wird er entsprechend handeln. Und nur wer weiß, was recht ist, wird sich dem Rechten zuwenden.

 

Gläubig ist derjenige, der an Allah, dessen Propheten und an alles glaubt, was uns dieser gebracht hat. Die Gläubigen sind Geschwister. Deshalb müssen sie sich gegenseitig auch entsprechend behandeln. Niemand darf wegen eines Fehlers ausgeschlossen und angefeindet werden. Vielmehr sollte derjenige, der einen Fehler begangen hat, diesen bereuen und seine Geschwister sollten ihm vergeben. Und auch wenn derjenige seine Feher nicht einsieht, gebührt einem Gläubigen nichts anderes als ihm zu vergeben. Denn wer vergibt, dem vergibt auch Allah.     

 

IGMG-Irschadabteilung

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