Freitagspredigt

Hutba – Das Wohlgefallen Allahs anstreben

14. Januar 2011

Verehrte Geschwister,

unser Schöpfer schuf den Menschen, um ihm die Möglichkeit auf einen unbezahlbaren Segen zu geben. Um den Weg zu diesem Segen zu finden, macht den Menschen erst zu dem, was er ist. Als Mensch und Muslim sollte unser einziges Ziel sein, das Wohlgefallen Allahs zu erreichen. Doch es kommt auch vor, dass Muslime manchmal von diesem Streben abkommen. Das Wohlgefallen Allahs sollte unser höchstes Ziel sein. Gott hat uns den Weg gewiesen, dieses Ziel zu erreichen.

Verehrte Muslime, 

das Wohlgefallen Gottes erreichen wir, indem wir seinem Willen folgen. Im Koran heißt es: „Doch die Gläubigen und die, welche das Rechte tun, sie sind fürwahr die besten der Geschöpfe. Ihr Lohn bei ihrem Herrn sind die Gärten von Eden, durcheilt von Bächen, für immer darin zu verweilen. Allah ist mit ihnen zufrieden, und sie werden mit Ihm zufrieden sein. All dies erwartet denjenigen, der seinen Herrn fürchtet.“ (Sura Bayyina, [98:7-8]) In diesem Vers verdeutlicht uns Allah, dass der beste unter den Menschen jener ist, der das Rechte tut und dieser mit unzähligen Gaben belohnt werden wird. Hinzu kommt der größte Segen, der einem Menschen zuteil werden kann; nämlich das Wohlgefallen Allahs. Der İmân (Glauben) ist der erste Schritt zum Wohlgefallen Allahs. Daraufhin folgen die tugendhaften Taten, wie die Ibâdât (Gottesdienste), das gute Benehmen (Achlâk), gewissenhaftes Arbeiten und Wohltaten. Daher sollte der Mensch einer von denen sein, die im Koran an mehr als 90 Stellen mit Jene die glauben und Gutes tun […]“  benannt werden. Eine Tat wird erst wirklich gut sein, wenn sie aus Aufrichtigkeit geschieht. Und diese Aufrichtigkeit sollte nur aus der Absicht, Allahs Wohlgefallen zu erstreben, gegründet werden. Wird aber die Zufriedenheit von jemandem anderen als Allah angestrebt, ist die Handlung nichtig. Denn eine Handlung hängt unmittelbar mit der Absicht (Niyya) zusammen. Eine Tat, deren Absicht nicht aufrichtig ist, wird von Allah nicht vergolten. Daher heißt es auch in dem vorangehenden Vers All dies erwartet denjenigen, der seinen Herrn fürchtet.“

Somit kann Gottes Wohlgefallen nur mit guten und aufrichtigen Handlungen erreicht werden. Wie uns der Koran bereits verkündet, ist eine Generation, die die besten Handlungen ohne eine Spur von Heuchelei (Nifâk) vollbringt, so wertvoll wie die Prophetengefährten selbst. Über sie sagt unser Herr: Allah hatte wirkliches Wohlgefallen an den Gläubigen, als sie unter dem Baume den Treueeid schworen. Er wusste, wie es in ihren Herzen aussah, und sandte innere Ruhe auf sie hinab und belohnte sie mit einem bevorstehenden Sieg.“ (Sure Fath, [48:18])

Also verehrte Geschwister,

lasst uns in diesem uns gegebenen kurzem Leben den İmân aufleben, der zu unzähligen Gaben führt. Das bedeutungsvollse und wichtigste dieser Gaben ist das Wohlgefallen unseres Schöpfers. Folgender Vers sollte unseren Weg erhellen: Und die im Verlangen nach dem Angesicht ihres Herrn standhaft bleiben und das Gebet verrichten und von dem, was er ihnen beschert, im verborgenen und öffentlich spenden, und die das Böse mit Gutem abwehren – diese werden mit der Wohnung belohnt.“ (Sure Râd, [13:22])

IGMG-Irschadabteilung