Freitagspredigt

Hutba – Die gesegneten Drei Monate und die Regâib-Nacht

27. Mai 2011

Verehrte Muslime,

die Nacht vom kommenden Donnerstag auf den Freitag ist die Regâib-Nacht. Mit ihr beginnt der Monat Radschab, der erste Monat der sogenannten gesegneten Drei Monate. Die Regâib-Nacht und der Monat Radschab sind Vorboten des Ramadans. Anlässlich dieses Ereignisses wünschen wir unseren Geschwistern hier und auf der ganzen Welt Allahs Segen.

Unser Herr hat manche Zeitabschnitte wertvoller gemacht als andere. Deshalb werden die Gottesdienste (Pl. Ibâdât), die während dieser Zeit verrichtet werden, besonders reich belohnt. Zu diesen besonders segenvollen Zeiten gehören die Monate Radschab, Schabân und Ramadan. In diesen Monaten gibt es wiederum Nächte, die segenreicher sind als die anderen. Dazu zählen die Regâib-Nacht, die Mirâdsch-Nacht, die Berât-Nacht sowie die Kadr-Nacht im Ramadan. Die Gottesdienste, die in diesen Nächten verrichtet werden sind noch verdienstvoller als solche in anderen Nächten. Außerdem werden auch die Nächte vor den beiden Festtagen zu diesen besonderen Nächten gerechnet.

Verehrte Geschwister,

unser geliebter Prophet sagte: „Es gibt fünf Nächte, in denen die Gebete nicht zurückgewiesen werden: die Regâib-Nacht, die Nacht zum fünfzehnten des Monats Schabân, jede Nacht zum Freitag, die Nacht zum Ramadanfest und die Nacht zum Opferfest.“ (Ibni Athâkir, Muchtarul Ahadith, S. 73) In einem anderen Hadith folgendes Bittgebet (Duâ) zu sprechen, wenn die gesegneten Drei Monate näher rücken: „O Allah, segne die Monate Radschab und Schabân und führe uns in den Ramadan.“ (Kaschful Chafâ, Bd. 1, S. 186, Hadith Nr. 554)

Dem vorigen Ausspruch des Gesandten Allahs können wir entnehmen, dass auch die Regâib-Nacht zu den besonders segenreichen Nächten gehört. Regâib bedeutet „das Ersehnte“, Barmherzigkeit und Segen, Gnade und Wohltat. Den Gläubigen wird empfohlen, diese gesegnete Nacht für Gottesdienste wie Gebete, Bittgebete und dem Gedenken Gottes (Zikr) zu nutzen.

Verehrte Muslime,

wir alle brauchen die Gnade und Barmherzigkeit (Rahma) Gottes. Denn die Menschheit durchlebt eine Zeit der Sinnlosigkeit. Ohne die Hilfe und Rechtleitung Allahs ist es nicht möglich, den rechten Weg zu finden. Lasst uns also für die Rettung der Menschheit beten. Laut den Worten unseres Propheten Muhammad (saw) werden in dieser gesegneten Zeit unsere Gebete angenommen werden. Wir sollten deshalb für unser und das Wohl unserer Familie, Verwandten und Glaubensgeschwister beten. Lasst uns unsere Herzen öffnen, unseren Zusammenhalt stärken und im Guten wettstreiten. Lasst uns den Radschab und Schabân dazu nutzen, uns auf den Ramadan vorzubereiten, zu fasten, zu beten und den Koran zu lesen.

Bevor wir die Hutba mit dem Bittgebet Muhammads (saw) beenden, möchten wir Gott bitten, dass er uns eine segenvolle Zeit beschere und der Menschheit nur Gutes widerfahren lasse. Der Gesandte Gottes betete: „O Allah, segne die Monate Radschab und Schabân und führe uns in den Ramadan.“ (Kaschful Chafâ, Bd. 1, S. 186, Hadith Nr. 554)

IGMG-Irschadabteilung