Freitagspredigt

Hutba – Die Verteilung der Zakat

12. August 2011

Verehrte Muslime,

die Zakat und die Fitra-Abgabe sind zwei besonders wichtige Gottesdienste (Pl. Ibâdât) im Islam. Viele Koranverse sprechen ausdrücklich von dieser Pflicht und verdeutlichen die Konsequenzen für jene, die ihr nicht nachkommen: „[…] Aber wer da Gold und Silber hortet, statt es auf Allahs Weg auszugeben – Ihnen verheiße schmerzliche Strafe.“ (Sure Tawba, [9:34]) Wer die Zakat zahlt, reinigt sich und seinen Besitz. Sie tilgt die Sünden und ist ein Segen für den Besitz. Ein Gottesdienst, der so vehement zur Sprache gebracht wird, kann nur von großer Bedeutung sein und bringt daher auch eine große Belohnung mit sich. Davon nicht profitieren zu wollen wäre Undankbarkeit gegenüber unserem Schöpfer.

Verehrte Geschwister,

Sicherlich ist die Zakat äußerst wichtig. Doch wie zahlt man sie am besten? Soll man sie direkt den bedürftigen Menschen geben oder doch lieber über Organisationen ihren Zielen zukommen lassen? Welche Form entspricht eher dem Sinn der Zakat? Die Gelehrten haben sich reichlich Gedanken darüber gemacht und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die Zakat entweder vom Staat oder von Stiftungen gesammelt und an entsprechende Personen verteilt werden soll.

Demnach müssen seitens der Muslime Zakat und Fitra-Fonds eingerichtet werden. Und genau an dieser Stelle kommen die Dienste unserer Gemeinschaft ins Spiel. Vor Jahren richtete unsere Gemeinschaft den Zakat und Fitra-Fonds ein und wurde somit auch zum Vorreiter für andere Gemeinschaften. Dadurch sind wir in der Lage, unterdrückten, bedürftigen und armen Menschen zu helfen sowie Waisen, Witwen und Studierende zu unterstützen.

Es ist unsere Aufgabe, diese ehrenvolle Arbeit weiterzuführen, uns an diesem Projekt zu beteiligen und unsere Geschwister ebenfalls dazu zu motivieren. Damit können wir Menschen rund um die Welt helfen und jenen Menschen entgegenkommen, die auf eine Unterstützung angewiesen sind. Unsere Geschwister auf der Welt warten auf unsere Hilfe. Vor allem dürfen wir nicht vergessen, dass es unsere Pflicht als Muslime ist, diesen Menschen unter die Arme zu greifen.

Unser Ziel ist es, in diesem Sinne, Millionen Menschen zur Teilnahme an dieser segenreichen Kampagne zu motivieren, um somit unsere Dienste erweitern und verbessern zu können. Dies ist auch der Gedanke unseres „Schmetterlings-Projekts“. Denn so wie Millionen Schmetterlinge großes bewirken können, so können auch wir mit unserem Beitrag einen großen Effekt auslösen.

IGMG-Irschadabteilung