Freitagspredigt

Hutba – Jugendliche im Koran

23. Dezember 2011

Verehrte Muslime,

im Koran werden insbesondere zwei junge Menschen und eine Gruppe von Jugendlichen hervorgehoben und gelobt. Einer dieser Jugendlichen ist Ibrâhîm (as), der andere Yûsuf (as). Die Gruppe von Jugendlichen wird in einem Koranvers wie folgt gelobt: Wir berichten dir ihre Geschichte der Wahrheit gemäß. Siehe, es waren Jünglinge, die an ihren Herrn glaubten. Und wir hatten ihre Rechtleitung.„ (Sure Kahf, [18:13])

Werte Geschwister,

weshalb gerade diese Jugendlichen so gelobt werden, erklärt der Koran ebenfalls. Ibrâhîm (as) fragte die Menschen, die statt Allah anzubeten, selbst angefertigten Götzen dienten: Was sind das für Bildnisse, die ihr da verehrt?„ (Sure Anbiyâ, [21:52]) Und als sie Wir fanden, dass bereits unsere Väter sie verehrten.„ (Sure Anbiyâ, [21:53]) antworteten, war seine Feststellung: In der Tat, ihr und eure Väter seid in offenkundigem Irrtum.„ (Sure Anbiyâ, [21:54]) Mitnichten! Euer Herr ist der Herr der Himmel und der Erde, derjenige, der sie erschuf. Und hiervon lege ich euch Zeugnis ab.„ (Sure Anbiyâ, [21:56]).

Geschätzte Geschwister,

die Geschichte Yûsufs (as) berichtet von einer Prüfung, die auch für die heutige Jugend von Relevanz ist: die unerlaubte Form einer Beziehung. Eine Frau, die sowohl aufgrund ihrer Schönheit als auch ihrem Stand und ihrem Reichtum bekannt ist, erklärte: Jawohl, ich stellte ihm nach, doch er blieb standhaft. Wahrlich, wenn er mir nicht (bald) zu Willen ist, soll er ins Gefängnis geworfen und verächtlich behandelt werden.„ (Sure Yûsuf, [12:32]). Yûsuf (as) allerdings sagte: Mein Herr! Das Gefängnis ist mir lieber als das, wozu sie mich auffordern. Doch wenn du nicht ihre Arglist von mir abwendest, gebe ich ihnen in meiner Jugend vielleicht nach und bin ein Tor.„ (Sure Yûsuf, [12:33]) und suchte Zuflucht bei seinem Herrn. Er zog einen jahrelangen Aufenthalt im Gefängnis der Sünde vor – letzten Endes wurde er zum Verwalter Ägyptens.

Verehrte Muslime,

auch die „Ashâb al-Kahf“, eine Gruppe Jugendlicher, lobte Allah und machte sie uns zum Vorbild, da sie jede Form von Ungerechtigkeit ablehnten und sich gegen Unterdrückung stellten, ihren Glauben und ihren guten Charakter (Achlâk) bewahrten. Der Koran erzählt folgendes über ihre Anstrengungen: „„¦ Da erhoben sie sich und sagten: Unser Herr ist der Herr der Himmel und der Erde. Niemals rufen wir außer ihm einen (anderen) Gott an. Wahrlich, wir würden sonst etwas Unsinniges von uns geben. Dieses Volk von uns hat sich andere Götter neben ihm erwählt, ohne dass sie dafür einen klaren Beweis beibringen. Wer aber ist sündiger, als wer über Allah Falsches ausheckt?“ (Sure Kahf, [18:14-15])

Liebe Geschwister,

unser Ziel ist es, Menschen zu erziehen, die sich diese Jugendlichen zum Vorbild nehmen. Also junge Menschen, die sich durch ihren Glauben, ihre Gottesdienste (Pl. Ibâdât) und ihren guten Charakter auszeichnen. Um dies zu gewährleisten, müssen wir als Gemeinschaft alles Notwendige unternehmen. Wir dürfen nicht vergessen, dass die jungen Menschen von heute die Zukunft formen werden. Möge Allah unsere Gemeinschaft mit Jugendlichen auszeichnen, die Ibrâhîm (as) und Yûsuf (as) gleichen.

IGMG-Irschadabteilung

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