Freitagspredigt

Hutba – Beten befreit

01. März 2005

Verehrte Muslime!
Jemand, der Allah teala aufrichtig anbetet, erlangt sowohl die Verbundenheit gegenüber seinem Schöpfer, als auch die Freiheit gegen jegliche Unterdrückungen.
„Iyyakana`budu ve iyya ke nestain“ – „Dir Allein dienen wir und Dichallein bitten wir um Hilfe.“ Wir Muslime wiederholen diesen Vers in jedem Gebet und erklären somit unsere Freiheit gegenüber allem außer Allah.

Der Koran ist ein göttliches Buch, das unsere Seelen reinigt, das uns die Wege zur Gewinnung des Wohlwollens Allah tealas zeigt und unseren Gebetsablauf bestimmt. Mit den täglichen Pflichtgebeten reinigen wir unsere Seele. Mit dem Fasten, das wir im Ramadan verrichten, reinigen wir sowohl unsere Seele als auch unseren Körper. Mit den Almosenabgaben helfen wir den Bedürftigen. Wenn die Zeit zur Zekahabgabe kommt, verrichten wir auch dieses Pflichtgottesdienst und reinigen damit unser Eigentum. Gleichzeitig leisten wir einen Beitrag zum Ausgleich des sozialen Lebens. Nach dem Monat Ramadan folgen die Monate für die Opfer- und Hadschgottesdienste, die wir auch mit Ehrfurcht verrichten.

Kurz ein Gläubiger, der über ein tiefes Begreifen verfügt, dient seinem Herrn, der die Welt so wundervoll erschaffen hat, dermaßen, dass sein ganzes Leben und seine Taten sich zum Gottesdienst wandeln“¦Diese Gläubigen beschreibt Allah teala im Koran wie folgt: “ Siehe, in der Schöpfung von Himmeln und Erde und in dem Wechsel von Nacht und Tag sind wahrlich Zeichen für die Verständigen, da die Allahs gedenken im Stehen und Sitzen und Liegen und über die Schöpfung der Himmel und der Erde nachdenken…“ (Al-i Imran 190-191)

In der Sura Al-Hujurat im Vers 13 sagt Allah teala wiederum: „…doch der vor Allah am meisten Geehrte von euch ist der Gottesfürchtigste unter euch. Allah ist fürwahr wissend, kundig.“

Verehrte Gläubige!
Für einen Muslim ist das Verrichten eines wahren Gottesdienstes nur mit einem aufrichtigen Glauben möglich. Um diesen starken Glauben zu erreichen muss er sein Herz vor „Schirk“ schützen. Das heißt, er darf keine anderen Gottheiten anbeten und verehren außer Allah teala. Ein Mensch kann diese Schönheit nur mit einem starken Einheitsglauben gewinnen. Und wenn die Gottesdienste mit diesem Bewusstsein verrichtet werden, wird der Höhepunkt dieses Dienstes auch erreicht.

Liebe Brüder und Schwester!
Der Kern jedes Gottesdienstes ist die Erinnerung und Erwähnung Allah tealas. Jemand der sich oft an Allah teala erinnert und Ihm gedenkt, wird im Alltag durch Seine Liebe beeinflusst und vergisst nicht seinen Daseinsgrund.

Das Wichtige an den Gottesdiensten ist, dass sie regelmäßig sind und fortgesetzt werden. Im Koran wird von uns verlangt, dass wir bis zum Ende unseres Lebens unserem Herrn dienen. Der Islam fordert nicht die Opferung des Diesseits für das Jenseits. Es bildet ein Gleichgewicht zwischen ihnen und setzt die Glückseligkeit in beiden Leben voraus.

Verehrte Muslime!
Die Gottesdienste sind die besten Mittel für ein gemäßigtes, harmonisches, geordnetes und friedliches Leben. Denn der Koran zeigt auf, dass neben ethischen und religiösen Eigenschaften, der Glaube an den jüngsten Tag und die Furcht vor der gerechten Strafe, das tugendhaft sein, das zu seinem Wort stehen und ehrlich sein, sowie das Gebet und die finanziellen Gottesdienste, den Menschen vor egoistischen und zerstörerischen Gefühlen schützen . (Maarij 19-27)

Letztendlich liebe Geschwister ,
sollten wir uns bemühen, unser vergängliches Leben mit aufrichtigen Gebeten zu schmücken. Wir sollten uns für den Tag vorbereiten, an dem nur unseren aufrichtigen Gebete und ein in Gottesfurcht verbrachtes Leben zählen.

Denn das Erlangen von Allah tealas Nähe und seines Wohlwollens ist ein unvermeidbares Mittel, um die Liebe unseres Herrn zu gewinnen.

Ein Mensch, der seine Gebete mit Aufrichtigkeit verrichtet, wird von der Unterwerfung seines eigenen Egos befreit und gewinnt die Freiheit vor jeglichen Unterdrückungen zurück.

IGMG Seelsorge

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