Freitagspredigt

Hutba: Den Islam (re)präsentieren

24. Mai 2013

Verehrte Muslime,

„Tablîg“ ist, den Glauben zu vermitteln. Dies ist vor allem die Aufgabe von Propheten gewesen. Indem sie den Menschen die Botschaft Allahs brachten, führten sie sie zur Quelle der diesseitigen und jenseitigen Glückseligkeit. Muslime folgen dem Weg der Propheten und richten ihr Leben danach aus. Den Tawhîd, also den Glaube an den einen Gott, und alles andere Gute können wir anderen nicht erklären. Wichtiger ist aber, es ihnen auch durch unser Verhalten vorzuleben und unseren Glauben durch unsere Haltung zu repräsentieren. Die Vermittlung islamischer Werte gehört zu den wichtigsten Aufgaben eines Muslims. Zum Guten aufzurufen und vom Schlechten fernzuhalten, ist ein wichtiger Bestandteil unserer Religion. Im Koran heißt es: „Jene, welche Allahs Botschaft ausrichteten und ihn fürchteten und niemand fürchteten außer Allah. Und niemand hält Abrechnung wie Allah.“ (Sure Ahzâb, 33:39)

Liebe Geschwister,

den Islam gibt es dank der Bemühung der Muslime und durch Allahs Gnade überall auf der Welt. Nicht nur aus der Geschichte des Islams wissen wir, dass Aufrichtigkeit sehr wichtig bei der Vermittlung islamischer Werte ist. Grundlegen ist, dass man diese zunächst selbst versteht und auch lebt. Die Bedeutung des Tablîgs wird in folgendem Koranvers deutlich: „O du Gesandter! Verkünde alles, was von deinem Herrn auf dich hinabgesandt wurde. Wenn du es nicht tust, so hast du seine Botschaft nicht ausgerichtet. Allah wird dich vor den Menschen beschützen; siehe, Allah leitet nicht die Ungläubigen“ (Sure Mâida, 5:67)

Als erstes müssen wir uns bewusst werden, dass wir Allahs Diener sind, um es dann anderen vermitteln zu können. Nur wer seine Religion liebt, der wird auch andere mit dieser Liebe anstecken können. Seine Gottesdienste (Pl. Ibâdas) werden Glück und Harmonie in sein Leben bringen. Wir dürfen nicht vergessen: Der Mensch wird einen herzlichen und aufrichtigen Ratschlag gerne zu Herzen nehmen. Ein Ratschlag in scharfen und strengen Worten, möge er noch so richtig sein, ist aber schwer anzunehmen.

Verehrte Muslime,

lasst uns also den Islam richtig lernen und ihn auf die beste Weise anderen Menschen nahe bringen. „Lade zum Weg deines Herrn mit Weisheit und schöner Ermahnung ein, und diskutiere mit ihnen auf die beste Art und Weise. Siehe, dein Herr weiß am besten, wer von seinem Weg abgeirrt ist, und er kennt am besten die Rechtgeleiteten.“ (Sure Nahl, 16:125) Wir müssen wissen, dass Tablîg keine besondere Handlungsweise ist, sondern der Normalzustand sein sollte. Der alltägliche Umgang mit anderen Menschen im Alltag ist bereits Tablîg. So wie die Rechtleitung (Hidâya) ein Segen für uns ist, so möchten wir, dass auch andere diese Glückseligkeit erfahren. Wir strengen uns an, auf dem rechten Weg zu bleiben und wünschen dies auch für andere. Jemanden zur Rechtleitung zu verhelfen ist ein großer Segen. Möge uns Allah zahlreiche Möglichkeiten eröffnen Gutes zu tun.

IGMG Irschadabteilung

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