Freitagspredigt

Hutba – Die Religion bei Allah ist der Islam

19. November 2010

Verehrte Muslime,

der Mensch versucht sich sein ganzes Leben lang an verschiedenen Dingen der Welt festzuklammern. Der Mensch sehnt sich danach, sich sowohl für dieses als auch für das jenseitige Leben in irgendeiner Form abzusichern. Die Menschen lassen sich manchmal von ihrer Jugend manchmal durch ihren Reichtum und manchmal aber auch durch die Vielzahl seiner Nachkommen täuschen. Um es mit anderen Wörtern zu sagen, sucht der Mensch nach einem Ankerpunkt in seinem Leben. Sicherlich ist der Islam der sicherste und zuverlässigste Ankerpunkt, den der Mensch haben kann, denn der Islam wurde für das Glück und Heil des Menschen auserwählt. Der folgende Vers bestätigt dies wie folgt: „Kein Zwang im Glauben! Klar ist nunmehr das Rechte vom Irrtum unterschieden. Wer die falschen Götter verwirft und an Allah glaubt, der hat den festesten Halt erfasst, der nicht reißen wird. Und Allah ist hörend und wissend.“ (Sure Bakara, [2:256]) Und jeder, unabhängig seiner Konfession, der diesen Halt erfasst, wird davon Nutzen tragen.

Verehrte Geschwister,

Jede Gesellschaft, die dem Islam an Wert beigemessen hat, hat auch selbst an Wert gewonnen. Solange die Beziehung zum Islam mit Wissen, Reflexion und guten Taten gestärkt wurde, hat sich die Gesellschaft stetig weiterentwickelt. Es hat sich eine eigene Zivilisation herausgebildet, die über mehrere Jahrhunderte große Teile der Erde beeinflusst hat. Der Islam hat in weiten Teilen der Wissenschaft und Kunst unvergängliche Werke zurückgelassen. Aufgrund dieser festen Bindung zum Islam konnte sich eine beispielhafte Gesellschaft bilden.

In einem Vers heißt es: Siehst du nicht, womit Allah ein gutes Wort vergleicht? Es ist gleich einem guten Baum, dessen Wurzel fest ist und dessen Zweige in den Himmel reichen. Und der seine Ernte mit seines Herrn Erlaubnis zu jeder Zeit abwirft. So prägt Allah Gleichnisse für die Menschen, damit sie sich ermahnen lassen.“ (Sure Ibrahim, [14:24-25])

In der damaligen Zeit ging die Entwicklung stetig voran. Nun ist die Zeit vergangen und die Entwicklung zum Teil stehen geblieben oder ist sogar rückläufig. Denn der Baum des Islams ist vernachlässigt worden und es haben sich schädliche Pflanzen um den Baum entwickelt. Unser Prophet Muhammad (saw) hat diese Lage schon vorhergesehen und sagte folgendes: „Genau wie die einzelnen Fäden eines Seils zerreißen, so werden sich auch die Prinzipien des Islams auflösen.“ (Ahmed b. Hanbel, Müsned, Hadis Nr.: 147) Diese Auflösung ist natürlich nicht auf die Prinzipien selbst, sondern auf unsere fehlende Anwendung zurückzuführen.

Verehrte Geschwister,

lassen sie uns erneut felsenfest an dem Islam festhalten. Lassen sie unseren Glauben mit Aufrichtigkeit aufrechterhalten. Lassen sie uns unseren Glauben mit Wissen und guten Taten bestücken. Wir  glauben an eine vollständig rechten Glauben. Unser Herr, der Erschaffer der Welten sagt Siehe, die Religion bei Allah ist der Islam.“ (Al-i Imran, 3:19) und „Und haltet allesamt an Allahs Seil fest“ (Sure Al-i İmran, [3:103]).

Wir glauben, dass alle Religionen, die alle Propheten gebracht haben, der Islam gewesen ist. Weiterhin glauben wir, dass der von dem Propheten Muhammad (saw) verkündete koranische Glaube, also der Islam, all seine Vorgänger vervollständigt und perfektioniert.  So dürfen wir als ergebene Muslime unsere Verbindung zu unserem Glauben nicht vernachlässigen und müssen unsere Pflichten nach bestem Wissen erfüllen.

IGMG-Irschadabteilung

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