Freitagspredigt

Hutba- Gesprächskreise für Jugendliche

24. November 2006

Verehrte Muslime,

„Ich bin durch die Jugend unterstützt worden“ sagt unser Prophet (saw). Diese Worte sind Worte des Gesandten, die mit Beweisen begründet werden. Wir sehen, dass sich die ersten Anhänger des Propheten (saw) aus Mekka und Medina hauptsächlich aus jungen Gläubigen oder Muslimen Mitte dreißig bildeten. Der Prophet (saw) war selber mit vierzig Jahren zum Gesandten Allahs verkündet worden.

Die ersten Muslime bestanden fast nur aus Jugendlichen. Einer der ersten Muslime, Hz. Abu Bakr, war um einige Jahre jünger als unser Prophet (saw), Hz. Umar, Hz. Hamza und vor allem die zehn Gefährten, denen das Paradies versprochen wurde, waren alle Jugendliche, die in ihren jungen Jahren, den Islam als Lebensweg ausgewählt hatten. Hz. Ali war erst zwölf Jahre alt, als er den Islam als Glaube annahm und hinter dem Propheten das Gebet verrichtete. Der charismatischste und hübscheste Junge aus Mekka Mus´ab b. Umayr war nicht älter als zwanzig als er zum Islam übertrat. Alle waren junge Schüler der „Dar-ul- Erkam Schule“.

Verehrte Geschwister,

wir dürfen die Jugend nicht vernachlässigen und müssen für sie Arbeit und Mühe investieren. Hz. Umar sagte diesbezüglich: „Die Völker und Nationen, die keine Jugend haben, sind dazu veranlasst, zugrunde zu gehen.“ Unsere Gemeinschaft hat die Besonderheit, bereits vor Jahren die Wichtigkeit der in Europa lebenden Jugendlichen erkannt zu haben. Wir haben fast in jeder unserer Moscheen in Europa eine Jugendabteilung gegründet und die Jugend organisiert, um somit Tausende von Jugendlichen zu erreichen. Natürlich ist das nicht ausreichend. Schließlich gibt es noch zehntausend Jugendliche, die wir noch erreichen müssen und die vielen Problemen ausgesetzt sind. Deshalb sehen wir unsere bisherige Jugendarbeit nicht ausreichend. Es ist nicht genug, sie zu organisieren; wir müssen sie in unsere Gemeinschaft aufnehmen und sie für die Zukunft und für die Gesellschaft erziehen. Unser größter Wunsch ist, dass diese Jugendliche im Sinne des Islams als gläubige, fleißige, ehrliche und erfolgreiche Personen in der Gesellschaft einen bedeutenden Platz einnehmen.

Liebe Geschwister,

deshalb hat unser Jugendausschuss von der Zentrale ein neues Projekt gestartet. Dieses Programm beinhaltet: Neben den Jugendlichen die wir bisher erreichen konnten, werden wir versuchen, die restlichen Jugendlichen zu erreichen, um sie mit den Prinzipien des guten Charakters und des Wissens zu bereichern. Die ersten Beispiele dieser zeitgenössischen „Dar-ul Erkam Schule“ werden wir Anfang Dezember präsentieren. Dieses Programm wird gleichzeitig überall in Europa stattfinden. Mit den “ Gesprächskreisen 2000″ erzielen wir, dass wir an einem Wochenende mindestens fünfundzwanzig tausend Jugendliche erreichen. Dieses Projekt wird auch von den anderen Abteilungen unserer Gemeinschaft unterstützt.

So werden wir unsere Beziehungen zu unseren Nachbarn, Verwandten und Freunden zu denen wir den Kontakt verloren haben, wieder aufrichten. Wir werden dadurch nicht nur Bekannte sondern auch neue Freunde und Geschwister für unsere Gemeinschaft gewinnen.

In diesem Programm werden Themen über den Glauben und das Gebet angesprochen. Vor allem aber werden wir die islamische Geschichte und das beispielhafte Leben unseres Propheten (saw) und seinen jungen Gefährten kennen lernen. Somit werden wir -inschaallah- das Gemeinschafts- und Brüderlichkeitsbewusstsein stärken.

Verehrte Muslime,

wir appellieren an alle Mütter und Väter! Kümmern sie sich um unsere Jugendlichen. Sie sind unsere Zukunft, unsere Hoffnung für die wir alles aufgeopfert haben. Unterstützen sie unser Programm und ermutigen sie die Jugendlichen, daran teilzunehmen. Schaffen sie in ihren Wohnungen die Möglichkeit, diese Gesprächsrunden auszuführen. Wir als Milli Görüs möchten die Jugendlichen in aller Hinsicht fördern. Wir sehen es als unsere Pflicht, ihnen jugendgerechte Begegnungsorte anzubieten. Es ist unsere größte Aufgabe, sie zu fleißigen, zielstrebigen und mit gutem Benehmen ausgestatteten Menschen zu erziehen. Dazu brauchen wir die Zusammenarbeit mit den Eltern. Sie müssen sich der Wichtigkeit dieser Aufgaben bewusst werden und uns dabei unterstützen. Unsere Zeit ist begrenzt, unsere Aufgabe schwer und unser Weg mit Hindernissen besät. Aber es gibt nichts, was wir mit Bemühungen und Eifer nicht erreichen können.

Ich möchte meine Hutba mit einem Koranvers zum Thema beenden: „Euer Vermögen und euere Kinder sind (euch) wirklich nur eine Versuchung. Und Allah – bei Ihm ist großer Lohn.“ (Tegabun 15)

IGMG-Irschad-Abteilung

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