Freitagspredigt

Hutba – Islam ist die Quelle für Frieden und Sicherheit

09. Dezember 2005

Einem Menschen Schaden und Leid zuzufügen ist grausam und ungerecht. Unser Glaube sieht die Ermordung eines unschuldigen Menschen, das Vergießen von Blut, den Fremdbesitzerexzess und die Schändung von Ehre als rechtswidrig. Diese Rechte eines Menschen sind zu achten und unantastbar.

Im Koran stehen zahlreiche Verse die diese Tatsache bestätigen. Unser Herr befahl mehrere Gebote für die Erhaltung von Gerechtigkeit, Sicherheit und Frieden in der Gesellschaft. Einige davon sind diese:

„Siehe, Allah gebietet euch, die euch anvertrauten Güter ihren Eigentümern zurückzugeben, und wenn ihr unter den Leuten richtet, nach Gerechtigkeit zu richten. Siehe, Allah „” wie trefflich ist das, wozu Er euch mahnt! Siehe, Allah hört und sieht.“ (Nisa 58)

„O ihr, die ihr glaubt! Steht in Gerechtigkeit fest, wenn ihr vor Allah bezeugt. Der Haß gegen (bestimmte) Leute verführe euch nicht zu Ungerechtigkeit. Seid gerecht, das entspricht mehr der Gottesfurcht. Und fürchtet Allah. Siehe, Allah kennt euer Tun.“ (Maida 8)

„Allah verbietet euch nicht, gegen die gütig und gerecht zu sein, die euch nicht wegen eueres Glaubens bekämpft oder euch aus eueren Häusern vertrieben haben. Allah liebt fürwahr die gerecht Handelnden.“ (Mumtahina )

„Siehe, Allah gebietet, Gerechtigkeit zu üben, Gutes zu tun und die Nahestehenden zu beschenken. Und Er verbietet das Schändliche und Unrechte und Gewalttätige. Er ermahnt euch, euch dies zu Herzen zu nehmen.“ (Nahl 90)

Liebe Brüder und Schwestern,

hierfür ist unser geliebter Prophet Muhammad (Friede sei mit ihm) ein Vorbild für uns. Denn wie alle Propheten, die für die Rechtleitung der Menschen gesandt worden sind, war auch er vertrauenswürdig und ehrlich. Die Mekkaner nannten ihn sogar vor seiner Sendung als Propheten Muhammad al-Emin, den „vertrauenswürdigen Muhammad“. Er log nicht und handelte nicht ungerecht. Er wurde zu einer Gesellschaft gesandt, die ihre moralischen Werte völlig verloren hatte und in der sich die Menschen regelrecht gegenseitig ausbeuteten. Er war damit beauftragt, diesen Menschen den Koran und damit die Botschaft des Friedens zu überbringen.

Kurz, er war ein Symbol für Sicherheit. Wir als seine Nachfolger müssen versuchen, uns seine vorbildlichen Eigenschaften anzueignen und auch Zeichen des Friedens sein. Denn diese Gefühle sind für die Menschen wichtig und notwendig. Diese Eigenschaften sind zwar leicht anzueignen, aber sehr einfach wieder zu verlieren“¦

Liebe Geschwister!

Wenn eine Gemeinschaft ihren Glauben verliert, wird es in Dunkelheit versinken und es gibt keine Garantie für Sicherheit. Das Zeitalter, indem wir leben, verliert allmählich das Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit. Deshalb ist der heutige Mensch großen Krisen und Unruhen ausgesetzt. Wie wir wissen, ist das vergangene Jahrhundert das Jahrhundert gewesen, in dem die Menschen am meisten ihre religiöse Verbundenheit verloren haben.

Alles was mit Glauben, Ehrfurcht und gutem Benehmen zu tun hatte, geriet in Vergessenheit. Auf der einen Seite steigt von Tag zu Tag die Zahl der hungernden Menschen, während auf der anderen Seite in Luxus und Überfluss gelebt wird“¦

Als Resultat dieser Ungleichheiten sehen wir in den Gesellschaften, dass Diebstahl, Vergewaltigung, Betrug, Hintergehung und Ungerechtigkeit ansteigen. Es gehört schon fast zum Alltag und erscheint als selbstverständlich und normal. Es ist höchste Zeit diesen negativen Werdegang zu stoppen und diesen ungerechten Strom aufzuhalten. Ansonsten erwarten uns noch schlimmere Zeiten in den kommenden zehn Jahren. Wir befürchten, dass unsere Sicherheit heute mehr denn je gefährdet ist und wir um unser Vermögen und Leben fürchten müssen. Um es zu verhindern, müssen wir unseren Glauben stärken und die Hauptquellen unseres Glaubens, den Koran und die Sunna erneut studieren, diese in unser Leben einbringen und bloße Erfindungen und Aberglaube, die nichts mit unserem Glauben zu tun haben, aus unserem Leben entfernen.

Ich beende meine Hutba mit dem folgenden Hadis unseres geliebten Propheten (sav):

“ Beneidet euch nicht gegenseitig. Betrügt euch nicht in Geschäften. Empfindet keinen Hass füreinander. Dreht euch nicht den Rücken zu. Einer von euch soll nicht die Geschäfte des anderen zerstören, denn Muslime sind füreinander Geschwister und Geschwister fügen sich keinen Schaden zu; sie betrügen sich nicht; lassen sich nicht gegenseitig ohne Hilfe und verachten sich gegenseitig nicht. („¦) Es reicht einem als Sünde, seinen muslimischen Bruder zu verachten. Für einen Muslim ist das Gut, das Leben, die Ehre und die Würde seines Bruders im Islam unantastbar (haram) „¦.(Muslim)

IGMG Irschad Abteilung

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