Freitagspredigt

Hutba – Ratschläge vom Gesandten Gottes

10. April 2009

Verehrte Muslime,

zu Ehren des Gesandten Gottes Muhammad (saw) haben wir in den vergangenen Wochen große Veranstaltungen durchgeführt und versucht, ihm eine würdige Umma zu sein. Mit dem Bewusstsein, dass sie viele Weisheiten beinhalten, möchten wir in unserer Hutba einige Hadîthe zitieren.

 

Der erste Hadîth handelt vom Glauben (İmân), der Aufrichtigkeit (Ichlâs) und der guten Absicht (Nijja). Der Gesandte Gottes sagte: „Die Taten werden gemäß den Absichten beurteilt. Jeder erhält die Gegenleistung für seine Absichten. Wessen Absicht es ist, zu Gott und dem Gesandten zu gelangen, also zu ihnen auszuwandern, der wird für die Hidschra zu Gott und dem Gesandten belohnt. Wer sich für etwas Weltliches oder um einer Frau Willen auf den Weg macht, dessen Hidschra wird nach dem beurteilt, um dessen Willen er auswandert.“ (Buchârî, Bad’ul Wahij 1, İmân)

 

Der zweite Ausspruch des Propheten, den wir heute zitieren, stärkt die Geschwisterlichkeit der Muslime untereinander. Er weist darauf hin, wie man sich gegenüber anderen verhalten soll und wie Vorurteile abgebaut werden können. Der Gesandte Gottes sagte: „Etwas zu meiden, was einen nicht (direkt) betrifft, hat mit dem Muslimsein dieser Person zu tun.“ (Tirmizî, Zuhd, 11)

 

Der folgende Hadîth ist die Grundlage einer jeden Gesellschaft und eine Notwendigkeit auf dem Weg zur Einheit der Muslime: „Solange ein jeder von euch seinem Glaubensbruder nicht das wünscht, was er für sich selbst wünscht, solange ist dessen Glauben nicht vollkommen.“ (Muslim, İmân, 71-72)

 

Im letzten Hadîth gibt uns der Prophet einige unverzichtbare Ratschläge, deren Befolgung uns dem Paradies ein großes Stück näher bringen wird. Wer diese Ratschläge befolgt, der wird weder das „Recht Gottes“ noch eines Mitmenschen verletzen. Der Gesandte Gottes sagte nämlich: „Das Erlaubte ist eindeutig und das Verbotene ist eindeutig. Zwischen diesen gibt es Zweifelhaftes, von denen das Volk nicht weiß, ob sie erlaubt oder verboten sind. Wer sich von Zweifelhaftem fernhält, der schützt seine Religion und seine Ehre. Wer das Zweifelhafte nicht meidet, der gerät immer tiefer in den Bereich des Verbotenen. Genauso wie die Herde des Schäfers, der seine Herde an der Grenze eines verbotenen Gebiets grasen lässt, besteht die Gefahr, dass man in den verbotenen Bereich gerät. Seid vorsichtig! Jeder Herrscher hat eine verbotene Zone; die verbotene Zone Gottes sind seine Verbote. Eines solltet ihr wissen: Im Körper des Menschen befindet sich ein kleiner Fleischklumpen. Wenn es diesem Teil des Körpers gut geht, geht es dem ganzen Körper gut. Wenn es ihm schlecht geht, geht es dem ganzen Körper schlecht. Dieser Fleischklumpen ist das Herz.“ (Buchârî, İmân, 39; Muslim, Musakat, 109)

 

IGMG-Irschadabteilung

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