Freitagspredigt

Hutba: Seite an Seite für unsere Moscheen

29. März 2013

Verehrte Muslime,

jeder von uns trägt Verantwortung – zum Beispiel gegenüber unseren Eltern, unserem Ehepartner, unseren Kindern, Verwandten, gegenüber unseren Arbeitskollegen oder Schulfreunden. Unser Schöpfer prüft uns mit dieser Verantwortung. Damit der Ort, an dem wir leben und die gesamte Welt zu einem Ort des Friedens und der Gerechtig-keit werden kann, sollte jeder von uns, die ihm anvertrauten Gaben mit tiefer Aufrichtigkeit (Ichlâs) und mit Bedacht benutzen. Wer sich Gutes im Diesseits und im Jenseits wünscht, der sollte sich seiner Verantwortung bewusst sein und versu-chen, ihr in bester Weise gerecht zu werden. Dass dies keine unmögliche Aufgabe ist, verdeutlicht Allah in folgendem Koranvers: „Allah fordert von keiner Seele etwas über das hinaus, was sie zu leisten vermag. Ihr wird zuteil, was sie erworben hat und über sie kommt, was sie sich zuschulden kommen lässt.“ (Sure Bakara, 2:286)

Liebe Geschwister,

die Moscheen in Europa sind ein Segen für uns und gleichzeitig auch ein Anlass zur Prüfung. Gläubige kommen hier zusammen. Sie teilen dieselben Werte, Gefühle und Gedanken. Jugendliche versammeln sich in den Moscheen, um hier mit ihren Glaubens-geschwistern zusammenzukommen. Hier können sie ihre Religion besser kennen-lernen, sich mit anderen austauschen und Vorbilder gewinnen. In den Moscheen werden die Worte Allahs (Kalâmullah) gelernt und gelehrt. Hier stehen wir Seite an Seite für Allah – ungeachtet der sozialen Stellung und der Herkunft. Moscheen stärken unser Gemeinschaftsgefühl. Aus all dem folgt, dass Moscheen eine wichtige Rolle für unsere Gemeinschaft spielen und jeder einzelne von uns deshalb eine besondere Verantwortung für unsere Moscheen trägt.

Verehrte Muslime, 

im Koran heißt es: „Betreuen sollte die Moscheen Allahs nur, wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt und das Gebet verrichtet und die Zakat zahlt und Allah allein fürchtet. Diese mögen zu den Rechtgeleiteten gehören.“ (Sure Tawba, 9:18) Dieser Vers gibt uns zu verstehen, dass wir Muslime uns in jeder Hinsicht für unsere Moscheen einsetzen müssen. Wir dürfen nicht vergessen, dass die heutigen Moscheen mit vielen Schwierigkeiten von unseren Vätern und Großvätern, unseren Müttern und Großmüttern gebaut und instandgehalten wurden. Nun liegt es an uns, sie in bester Weise in den Dienst der gesamten Gesellschaft zu stellen.

Deshalb ist es notwendig, dass wir uns mit der gesamten Familie in der Moschee enga-gieren und uns aktiv am Gemeinde-leben beteiligen. Lasst uns also an den Veranstal-tungen unserer Moscheen teilnehmen und auch andere dazu einladen. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir dieser Verantwortung nachkommen müssen, damit auch die Generationen nach uns die Möglichkeit bekommen, mit Hilfe unserer Moscheen als selbstbewusste Muslime groß zu werden.

Liebe Geschwister,

der 29. März ist seitens unserer Gemeinschaft als „Tag der Unterstützung der Moschee“ ausgerufen worden. Wir sollten dies als Möglichkeit nutzen, um uns einen Platz in den Reihen derjenigen zu sichern, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind. Möge Allah uns am Tag der Abrechnung zu denen gehören lassen, die sich mit ganzem Herzen für ihre Gebetsstätten eingesetzt haben.

IGMG Irschadabteilung

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