Freitagspredigt

Hutba – Unsere Sommerkurse

06. Juli 2012

Verehrte Muslime,

Liebe zu empfinden ist ein Geschenk Allahs, ein richtiger Segen. In einer Überlieferung heißt es: „Der Gläubige (Mu’min) liebt und wird geliebt. Er empfindet Freundschaft und ist anderen ein guter Freund. Wer nicht liebt und geliebt wird, von dem ist nichts Gutes zu erwarten. Der beste unter den Menschen ist derjenige, der den Menschen nützlich ist.“ (Ahmad bin Hanbal, Musnad, V, 335) Daraus lernen wir, wie wichtig die Liebe im Leben des Muslims ist. Liebe und Zuneigung ist die Grundlage für eine friedvolle Gesellschaft, ein glückliches Familienleben und somit auch gut erzogene und erfolgreiche Kinder.

Die wichtigste Aufgabe von Eltern besteht darin, für eine gute Erziehung ihrer Kinder zu sorgen. Hierbei dürfen wir nicht vergessen, dass eine gute Erziehung mit Liebe beginnt. Liebe ist grundlegend für eine gesunde geistige Entwicklung des Kindes. Durch Liebe und Zuneigung lernen unsere heranwachsenden Kinder Vertrauen, innere Ruhe und Zufriedenheit. Vor allem wenn es um die religiöse Erziehung geht, darf der liebevolle Umgang nicht fehlen. Bei der Erziehung unserer Kinder sollten wir uns der Kraft der Liebe bedienen. Wenn wir unsere Kinder zu geistig gesunden, selbstbewussten und reifen Menschen erziehen möchten, dann müssen wir ferner natürlich selbst vorbildlich in unserem Handeln sein.

Liebe Geschwister,

eine gute religiöse Erziehung beginnt mit der Liebe zu unserem Propheten, der gesandt wurde, um uns ein Vorbild zu sein. „Versorgt eure Kinder und erzieht sie gut.“ (Ibni Mâdscha, Adab, 3) sagt unser Prophet. Ausgehend von diesen Worten steht es in unserer Verantwortung, unsere Kinder zu starken Persönlichkeiten und nützlichen Menschen zu erziehen.

Verehrte Muslime,

in diesen Tagen beginnen die Sommerferien. Unseren Geschwistern, die in den Urlaub fahren, empfehlen wir, ihre Kinder, wenn auch nur kurz, an dem örtlichen Koranunterricht teilnehmen zu lassen. Ferner sollten wir zusammen mit ihnen verschiedene Orte besuchen und dafür sorgen, dass sie andere Menschen kennenlernen und Bekanntschaften schließen. Unseren Geschwistern, die nicht verreisen werden, empfehlen wir, ihre Söhne und Töchter an den Sommerkursen anzumelden.

Die Zukunft liegt in den Händen unserer Kinder. Deshalb sollten wir Möglichkeiten bieten, sich in bester Weise zu entfalten. Ausgehend von dem Sprichwort „Man erntet, was man sät.“ sollten wir uns bewusst sein, dass all unsere Bemühungen zur guten Erziehung und Herausbildung einer islamischen Identität beitragen.

IGMG-Irschadabteilung

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