Freitagspredigt

Hutba zum Ramadanfest

12. Oktober 2007

Verehrte Muslime,
heute ist der größte aller Feiertage überhaupt. Deshalb haben wir das Recht, fröhlich und heiter zu sein. Auch wenn wir wissen, dass es Millionen Menschen gibt, die nicht so glücklich sein können und uns dies traurig macht, glauben wir, dass das Herz jedes Gläubigen an diesem Tag etwas höher schlägt und von Freude erfüllt ist. Aus diesem Grund sollten wir die Freude unserer Familien und Freunde teilen, indem wir ihre Erwartungen erfüllen, sie beschenken und freundlich zu ihnen sind. Wir sollten Besuche abstatten, die Großen und die Kleinen beglückwünschen und somit unsere Freundschaft zu ihnen auffrischen. Wir sollten uns versöhnen und andere dazu anleiten, unsere Freunde und Verwandten anrufen und sie beglückwünschen und uns davor hüten, dieses schöne Fest zu trüben. Besonders kranke und alte Menschen und unsere Verwandten, die sich im Ausland befinden, sollten wir anrufen, uns nach ihrem Wohlbefinden erkundigen und sie beglückwünschen. Wir sollten uns gegenseitig beschenken, und so unsere Festtagsfreude steigern.

Verehrte Muslime,

während wir diesen schönen Festtagsmorgen erleben, haben wir, wie schon erwähnt, verletzte, erschöpfte, arme und Not leidende Geschwister in vielen Teilen der islamischen Welt, die unsere Freude nicht teilen können, deren Schmerz und Leid wir aber spüren.

Auch, wenn wir nicht viel unternehmen können, sollten wir uns in unserer ganzen Aufrichtigkeit an unseren Herrn wenden und dafür beten, dass unsere Geschwister ein freudiges Fest erleben können. Doch wir sollten es nicht nur bei diesem Gebet belassen, sondern ihnen entsprechend unseren finanziellen Mitteln zur Hilfe eilen. ( sei Dank), haben wir, im Bewusstsein dieser Tatsache und dem Wort „Die Gläubigen sind Brüder.“ [] unseres Herrn folgend, unter der Leitung unseres Verbandes die und Fitra-Abgabe entrichtet und Spenden gegeben, um somit zu versuchen, den Schmerzen zu lindern.

Verehrte Geschwister,       

im haben wir viele freudige Ereignisse erlebt, neue gute Gewohnheiten erlangt und einige schlechte Gewohnheiten, sei es auch nur für einen Monat, vermieden. Wir haben unsere Zungen vor unnützem Gerede, Lästerungen, übler Nachrede und Lug und Betrug gehütet. Wir haben uns bemüht, nichts Schlechtes zu hören und nichts Verbotenes zu betrachten und uns davon fernzuhalten. Wir haben es vermieden Orte aufzusuchen, an denen unnütze oder sogar verbotene Handlungen stattfinden. Denn wir haben gefastet. Das Fasten hat bei der Zügelung unserer Triebe wie eine Therapie gewirkt. Es ist unsere Aufgabe diese guten Gewohnheiten auch nach dem weiterzuführen. Denn der ist nicht nur der „König der elf Monat“, sondern auch ein Vorbild für diese. Unsere Gottesdienste, unsere Aufrichtigkeit, unser Lächeln und unsere Almosen () sollten nicht nur dem vorbehalten sein, sondern während des ganzen Jahres belebt werden. Mit dem Wunsch, Muslime zu sein, wie sie unser Propheten in dem : „Bei dem, in dessen machtvollen Hand ich mich befinde, ihr werdet nicht ins Paradies kommen, wenn ihr nicht glaubt, und ihr werdet nicht glauben, wenn ihr euch gegenseitig nicht liebt.“ schildert, beglückwünschen wir alle nochmals zum Ramadanfest und bitten , dass er uns noch viele solcher Feste in Gesundheit und Wohlbefinden erleben lasse.  

IGMG – Irschad-Abteilung

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