Freitagspredigt

Hutbe – Die Hadsch

11. November 2005

Verehrte Muslime!

Wir danken Allah teala dafür, dass wir einen segenvollen Ramdanmonat verbringen und diese Spiritualität mit dem Ramadanfest vollenden durften. Mit den Tarawih-Gebeten und den Koranrezitationen wurden unsere Moscheen und unsere Herzen mit Glück und Segen erfüllt. Anschließend haben wir mit unseren Zakat- und Fitraabgaben Allah teala gegenüber unsere Dankbarkeit erwiesen.

In den kommenden Wochen aber, müssen wir uns auf die Gottesdienste Hadsch und Qurban konzentrieren. Aus diesem Anlass werden wir in dieser Hutba einige Grundinformationen über die Hadsch geben. Vorab möchte ich betonen, dass die Hadsch in Mekka und Umgebung, der größte gemeinsame Gottesdienst auf der ganzen Welt ist.

Unser Herr sagt dazu im Koran: “

Siehe, das erste für die Menschheit errichtete Haus war das in Makka „” gesegnet und eine Leitung für alle Welt, Wo es klare Zeichen gibt, wie die Stätte Abrahams. Wer es betritt, ist sicher. Und der Menschen Pflicht gegenüber Allah ist die Pilgerfahrt zum Hause, wer immer dazu in der Lage ist. Wer aber ungläubig ist „” wahrlich, Allah ist auf nichts in aller Welt angewiesen.“ (Al-i Imran 96-97)

Liebe Brüder und Schwestern!

Die Kaaba ist ein so unermesslicher Ort. Wenn man dort ist, stellt man fest, dass alle Gebete rund um den Globus an diesem Punkt enden und dass sich alle Gläubige sich während des Gebetes in diese eine Richtung wenden.

Vielleicht fangen auch alle Richtungen an diesem besonderen Ort an“¦

Seit die Kaaba erbaut worden ist, besonders nach dem Prophetensiegel Muhammads (Friede sei mit ihm), ist es zu einem Standort geworden, wo sich jederzeit Menschen befinden, um ihn herumkreisen und dort zu Allah teala beten. Überall auf der Welt wenden sich Menschen zu Ihm mit den Lobpreisungen „Allahu Akbar!“„Allah teala ist der Größte!“

Liebe Gemeinde!

Die Hadsch ist ein Gottesdienst, bei dem man unter Millionen und mit Millionen Gläubigen, wie am Tage der Abrechnung, ganz alleine seinem Schöpfer gegenübersteht. Dieser Gottesdienst soll dazu führen, dass man zu gottesfürchtigen und aufrichtigen Gläubigen wird.

Schließlich verspricht derjenige, der die die Absicht hat, die Hadsch zu vollbringen, indem er sein Ihramgewand anzieht, seinem Herrn folgenden Eid: dass er die Menschen nicht verachtet, sie nicht beleidigt, ihnen keinen Schaden zufügt, nicht Übles nachredet, keine Streitigkeiten anfechtet, kein Grashalm pflückt, die Umwelt nicht beschmutzt, keine harmlosen Lebewesen tötet, nicht jagt, den Jäger nicht zum Jagen verhelft und sich vor Geschlechtsverkehr fernhält. Ein Gläubiger, der sein Eid bricht und diese Verbote begeht, muss zur Entschädigung im Namen Allah tealas für die Armen ein Opfertier schächten und ihnen einen bestimmten Anteil an Spenden geben.

Wie wir hier sehen, ist die Hadsch auch ein Mittel, um Allah teala zu dienen.

Verehrte Muslime!

Allah teala ist auf unsere Dienste nicht angewiesen. Aber wir Menschen brauchen die Gnade und Barmherzigkeit Allah tealas. Deshalb sollten wir als Dank dafür unsere Gottesdienste, zu denen auch die Hadsch gehört, nicht vernachlässigen.

Deshalb sollten die Gläubigen, die finanziell und gesundheitlich in der Lage sind, sich mit ihrer Hadschanmeldung beeilen. Denn unsere Kapazität ist begrenzt. Sie können die Hadschformulare in der nahesten Moscheegemeinde ausfüllen und dieses Jahr an unserer Hadschorganisation teilnehmen.

Ich wünsche allen Hadschteilnehmern im voraus segensreiche Tage in den heiligen Stätten und möchte euch daran erinnern, dass wir uns im Monat Shawwal befinden. Unser geliebter Prophet (Friede sei mit ihm) hat empfohlen, in diesem Monat 6 Tage zu fasten“¦

IGMG Irschad-Abteilung

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