Pressemitteilung

IGMG begrüsst Ergreifung der mutmaßlichen Täter des Anschlags auf die Düsseldorfer Synagoge

11. Dezember 2000

Der IGMG Generalsekretär hat in einer Erklärung vom heutigen Tage die Ergreifung zweier mutmaßlicher Täter des Anschlages auf die Düsseldorfer Synagoge begrüsst. Ferner hieß es, dass man sich die gleiche Effektivität der Ermittlungsbehörden auch bei Anschlägen auf Nicht-Deutsche und Moscheen wünsche.

„Alle Muslime in Deutschland sind aufgefordert deutlich zu machen, dass die jüngste israelische Agression gegen die Palästinenser keine Rechtfertigung für Gewalt gegen jüdische Einrichtungen sein kann. Die jüngsten Ereignisse zeigen deutlich, dass der islamisch-jüdische Dialog in Deutschland notwendiger ist denn je. Beide Seiten haben bisher zuwenig Anstrengungen in dieser Richtung unternommen. Wenn jüdische Gemeinden in Deutschland ihr Schweigen brechen und kritisch zur israelischen Agression gegenüber den Palästinensern Stellung nehmen würden, so wäre dies eine wertvolle vertrauensbildende Maßnahme. Dabei gibt es vieles, das Muslime und Juden in Deutschalnd verbindet. Die zunehmende rechtsextreme Szene in Deutschland bedroht Juden und Muslime gleichermaßen. Hier wären gemeinsame Aktionen denkbar und wünschenswert.‘ sagte Generalsekretär Erbakan.

Gleichermaßen distanzierte sich die IGMG von einer Andeutung im jüngsten Kennzeichen D Magazin (ZDF). Dort wurde eine Nähe zwischen IGMG und deutschen Rechtsextremen unterstellt sowie die Behauptung erhoben, die IGMG vertrete revisionistische Positionen bezüglich des Holocausts. Hierzu hieß es: „Uns eine Nähe zu Kreisen zu unterstellen, die jüdische Einrichtungen schädigen, Menschen durch Städte jagen, Muslime verprügeln und Moscheen anzünden ist absurd. Der Holocaust ist eine abscheuliche und unverrückbare Tatsache, das haben wir immer so vertreten. Auf den Holocaust wird in unserer Jugendarbeit ganz besonders in der Reflexion des aktuellen Ausbruchs rechtsextremer Gewalt bezug genommen. Den Holocaust zu leugnen wäre, für die Muslime in diesem Land ein tödlicher Irrtum. Der Holocaust muß für die Muslime ein Mahnmal sein zu welchen Ausmaßen der Rassismus in Deutschland dereinst fähig war.‘