Gemeinschaft

IGMG-Berlin: Iftar-Essen mit Vertretern von NGOs

05. September 2010

Der türkische Generalkonsul in Berlin Mustafa Pulat, der Arbeits-und Sozialrat der türkischen Botschaft in Berlin Ahmet Nazif  Garibağaoğlu, der iranische Botschafter Ali Reza Sheikh Attar, Temirlan Ahokhitbayev von der kasachischen Botschaft, Subhi Berwari von der irakischen Botschaft, Meho Travyanın vom bosnischen Kulturzentrum, Alois Schmid von der katholischen Kirche, der Müsiad-Vorsitzende in Berlin Veli Karakaya, der Vorsitzende der türkischen Gemeinde Bekir Yılmaz, der Vorsitzende der Islamischen Föderation in Berlin Mevlüt Başkaya, der IGMG-Vorsitzende Yavuz Çelik Karahan sowie zahlreiche Vertreter verschiedener NGOs, Unternehmer, Politiker und Medienvertreter nahmen am Iftar-Essen teil.

„Die Probleme der Migranten und insbesondere der Muslime in Berlin nehmen zu. Zu erwähnen seien hier etwa das Ausländergesetz oder die Kleidungsvorschriften und -verbote an den Schulen. Trotz unserer Teilhabe in der Gesellschaft, haben wir Migranten kaum Mitspracherechte in Politik und Verwaltung.

Selbst türkischstämmige Politiker, die ihre Position unseren Stimmen zu verdanken haben, sind eine große Enttäuschung. Sie sind gegen gläubige Muslime, sie vertreten die Meinung, dass das Kopftuch gegen das Grundgesetz verstoße, sie setzen sich für Einbürgerungstests sein, sind gegen die Gleichberechtigung der Muslime und sind ferner gegen die Gleichstellung des Islam mit dem Christentum. Darüber hinaus stellen sie sich den Menschen, die sich gegen diese Ungerechtigkeiten einsetzen, in den Weg.

Aus diesem Grund sind Organisationen und Verbände, die für die Integration der Muslime alternative Wege suchen, Beschuldigungen ausgesetzt und werden ausgeschlossen.

Ich hoffe, dass diese Politik keine Früchte tragen wird.

Die islamischen Verbände und Organisationen müssen ihre Meinungsunterschiede beiseite tun, Gemeinsamkeiten stärken, Kompromisse finden, Vielfalt als eine Bereicherung ansehen und zusammen arbeiten.

Die IGMG war stets daran beteiligt, Lösungen für die Probleme der Muslime zu finden- Lösungen, die mit unsere Religion zu vereinbaren sind- und wird das auch weiterhin sein“, erklärte Siyami Öztürk.

„Ich danke der IGMG für diese Einladung. Durch Einladungen wie diese versuchen wir in Deutschland den Ramadan auf beste Weise zu gestalten. Als europäische Türken müssen wir uns bemühen, erfolgreich zu sein. Wir müssen der Bildung unserer Kinder große Bedeutung beimessen und sie darin unterstützen die deutsche Sprache zu erlernen. Ich wünsche ihnen jetzt schon alles Gute zum nahenden Ramadanfest“, sagte der türkische Generalkonsul Mustafa Pulat.

Als nächstes bekam der IGMG-Vorsitzende Yavuz Çelik Karahan das Wort. „Sehr verehrte Gäste, ich wünsche ihnen einen segenreichen Ramadan. Seit einem halben Jahrhundert leben bereits Muslime in Deutschland. Mittlerweile wächst die vierte Generation hier auf.

 

Wir haben im Rahmen unserer Religion zu der kulturellen Entwicklung des Landes beigetragen. Unglücklicherweise gibt es in den westlichen Ländern Versuche, den Islam mit Terrorismus gleichzusetzen. Diese Vorurteile nehmen infolge unserer Bestrebungen ab und werden in Zukunft, so hoffen wir, immer seltener werden. Denn der Islam bedeutet Frieden und Harmonie. Wenn wir dies zu unserem Leitsatz machen, dann wird uns das zu vorbildhaften Menschen und zu vorbildhaften Muslimen machen. Ich wünsche ihnen alles Gute zum Ramadanfest und hoffe, dass es der islamischen Welt viel Freude und Segen bringen wird“, sagte Yavuz Çelik Karahan abschließend. (fy)

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