Gemeinschaft

IGMG-Hilfsteam in Pakistan: Vorbereitungen für Lebensmittelverteilung abgeschlossen

23. August 2010

Das Hilfsteam verbrachte den Samstag mit dem Kauf und der Verpackung der Lebensmittelpakete, die mit den Grundnahrungsmitteln gefüllt sind. Jedes Paket wiegt ca. 45 kg und wird eine Familie rund zwei Wochen versorgen. Einige der Inhalte sind Mehl, Reis, Zucker, Öl, Wasser, Hygiene-Kits, Tee, etc.

Adnan Sahin erklärte: „Das Team hat seit heute Morgen 5 Uhr nonstop gearbeitet, um diese Lebensmittelpakete unter sehr schwierigen Umständen vorzubereiten. Es ist sehr heiß hier, mit Temperaturen um 40 Grad. Wir werden in der Nacht bis zum Morgengrauen arbeiten, damit wir uns mit den vollständig verpackten Hilfsgütern morgen früh um 6 Uhr auf den Weg machen können. Zurzeit beladen wir die LKWs mit den Paketen und planen mit den vier LKWs um 9 Uhr in Nowshera anzukommen, wo wir mit dem örtlichen Katastrophenschutzamt die Verteilung der Hilfspakete in den verschiedenen Flüchtlingslagern absprechen werden.“

Nach vorläufigen Schätzungen der National Disaster Management Authority (NDMA) wurden fast eine Million Häuser infolge der schweren Überschwemmungen beschädigt. 1.600 Menschen verloren ihr Leben. Allerdings betonen die Beamten, dass die Statistiken über die Schäden und Verluste nur auf Schätzungen beruhen und täglich aktualisiert werden.

„Wir hoffen, morgen mehr als 1.000 Familien eine gewisse Erleichterung für eine kurze Zeit bieten zu können, bis weitere internationale und lokale Hilfe eintrifft. Uns steht eine wachsende humanitäre Krise bevor. Sauberes Trinkwasser muss schnellstens den Opfern bereitgestellt werden und das Gebiet sollte desinfiziert werden, um den Ausbruch von Seuchen zu verhindern. Neue Regenfälle stellen die Menschen in den südlichen Teilen des Landes vor weitere Herausforderungen. Der Indus-Fluss hat weiterhin ein außergewöhnlich hohes Hochwasserniveau mit steigender Tendenz und führt zurzeit zu Chaos im inneren Sindh. Krankheit und Hunger sind eine große Gefahr und könnten eine Gesundheitskatastrophe auslösen. Eine zweite Welle von Todesfällen zeichnet sich ab, wenn diese nicht rechtzeitig angegangen wird. Die humanitären und sozialen Kosten der Krise, die infolge der Überschwemmungen entstanden sind, werden weiter ansteigen, wenn eine rechtzeitige und angemessene Unterstützung nicht erfolgt“, erkläre Ufuk Secgin, der das Hilfsteam anführt.

Der Sprecher der National Disaster Management Authority (NDMA) Ahmad Kamal, sagte, dass etwa 30% der von der Flut betroffenen Menschen unter Durchfall leiden, dass auf das verunreinigte Wasser zurückzuführen sei. Kinder sind dabei am schlimmsten von den durch Wasser übertragbaren Krankheiten in den Hochwassergebieten betroffen. Sie stellen 75% der kranken Menschen dar. 20% der Gesundheitseinrichtungen des Landes wurden zerstört und 3.000 weibliche Angestellte der Gesundheitsbehörde wurden selbst obdachlos und sind daher nicht in der Lage, die lokale gesundheitliche Versorgung aufrechtzuerhalten.

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