Pressemitteilung

IGMG kritisiert Kultur-Zerstörung der afghanischen Taliban

02. März 2001

IGMG kritisiert Kultur-Zerstörung der afghanischen Taliban

Der Vorstand der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) hat in einer heutigen Erklärung die Zerstörung von Kulturdenkmälern durch die afghanische Taliban heftig kritisiert.

Generalsekretär Erbakan sagte: „Dieses Vorgehen widerspricht dem ausdrücklichen islamischen Bekenntnis zur Religionsfreiheit und dem Verständnis von Toleranz im Islams. Zwar ist die Anbetung von Götzen und das Schaffen von menschlichen Abbildungen im Islam aus Respekt vor dem göttlichen Schöpfungsakt untersagt, aber es gibt keine Aufforderung zur Zerstörung von Kulturgüter anderer Kulturen oder Religionen. In Ägypten ist der Islam seit fast 1500 Jahren die vorherrschende Kultur, dennoch stehen die Sphinx und die Pyramiden, Symbole heidnischer Götzenverehrung nach wie vor. Sie werden sogar von ägyptischen Muslimen als Teil ihres Kulturerbes gepflegt. Die Taliban und ähnliche Gruppen wie etwa die Abu Sayyaf Rebellen und ihre nicht-islamischen Handlungen sind es, die immer wieder den westlichen anti-islamischen Vorurteilen Nahrung geben, und ein rückschrittliches unrichtiges Islambild verbreiten.

Wichtiger als die Kulturzerstörung ist jedoch das Gebaren der Talibanführung bei der Frage der Menschenrechte. Auch hier sehen wir täglich eine nicht mit dem Islam vereinbare Haltung, die wir nicht tolerieren können.‘