Gemeinschaft

IGMG-Opfertierkampagne in Niger

12. Dezember 2009

Menderes Özkan, Yunus Dağ und Mehmet Kartal aus Frankreich, Adem Kaya aus Deutschland und Haydar Bozkurt  aus Dänemark waren anlässlich der Opfertierkampagne in Niger.

Niger ist fern von der Welt, die man als Europäer kennt. Armut und Trauer sind es, was das Bild Nigers ausmacht. Niger ist ein Staat in Westafrika, mit Anteil an der Sahara. Etwa 15 Millionen Menschen leben dort. Die Lebenserwartung beträgt ca. 44 Jahre. Die Große Mehrheit der Nigrer sind Muslime (ca. 94 Prozent). Das erste Mal kam Niger im zehnten Jahrhundert mit dem Islam in Berührung. Es gibt sehr wenige gebildete Menschen dort, die Mehrheit der Nigrer sind Analphabeten. 80 Prozent der Kinder haben nicht die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Die Kindersterblichkeitsrate ist sehr hoch, Armut und Arbeitslosikkeit erschweren das Leben dort. Aus diesem Grund ist Niger eines der Länder, welches die Hilfe der IGMG am nötigsten hat.

Wie im letzten Jahr wurden dieses Mal auch in acht Regionen Opfertiere geschächtet und verteilt. Die Schächtungen und Verteilungen werden mit lokalen Partnerorganisationen durchgeführt. Neben den Schächtungen besuchen die IGMG-Helfer Bedürftige und lokale Organisationen. Nach dem Bericht von Hamza Küçükkaya wurden das Ministerium für Religiöse Angelegenheiten, das Ministerium für Frauen und Kinder sowie das Ministerium für Bevölkerung und sozialen Fortschritt besucht. Islamische Hilfsorganisationen wie Islamic Relief und türkische Organisationen stattete man ebenfalls einen Besuch ab. Zudem hat die IGMG mittlerweile eine gute Beziehung zu Regierungsvertretern. Die IGMG trifft sich dort auch mit den Vertretern der europäischen Staaten und informiert sie über ihre Aktivitäten.

Nachhaltige Projekte sind oberstes Ziel

Seit zehn Jahren wird die IGMG-Opfertierkampagne in Niger organisiert. Neben der Opfertierkampagne führt die IGMG auch Brunnenprojekte, Lebensmittel- und Medikamentenhilfe und den Bau einer Schule fort. Seit dem letzten Jahr wurden Schul- und sonstige Kosten von 20 Waisenkindern übernommen. Opfertierfleisch wurde insbesondere an Krankenhäuser, Schwerbehinderte und Witwen verteilt.

Die Medien von Niger hatten im letzten Jahr von den Aktivitäteten der IGMG berichtet. Vergangenes Jahr wurden außerdem Pressekonferenzen gehalten. Auch war der Vorsitzende der IGMG, Yavuz Celik Karahan, 2007 nach Niger gereist. Die IGMG zielt darauf hin, in Niger nachhaltige Projekte ins Leben zu rufen. (sa) 

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