Gemeinschaft

IGMG-Opfertierkampagne: Philippinen II

23. Dezember 2009

Das Opfertierfleisch wurde insbesondere den Opfern von Naturkatastrophen, Waisenhäusern, Schulen, Kriegsopfern und armen Familien verteilt.

Die Menschen dort kämpfen tagtäglich mit Hunger und Armut. Die muslimischen Philippinen auf Mindanao haben es sehr schwer, ihre Religion auszuleben. Somit werden sie zu Auswanderung gedrängt.

Opfertierfleisch wurde in Marawi, Maguindanao, Matanog, Butig, Domalondong, Balabagan, Kapatagan,  Masiu,  Iligan City, Davao, Laguna, Lanao del Norte und Umgebung verteilt.

An einigen Orten erfuhren die IGMG-Helfer der Opfertierkampagne, dass viele der Bedürftigen noch nie Fleisch gekostet haben. Das machte die Helfer zutiefst traurig. Einige Orte hatten kein Strom und Wasser.

Das Festtagsgebet wurde auf einem offenen Gelände in Marawi mit den Menschen aus der ganzen Stadt zusammen verrichtet. In seiner Ansprache sprach der Mufti der Region für die IGMG-Helfer Bittgebete aus und bedankte sich bei ihnen.

Die Partnerorganisation, mit der man gemeinsam die Kampagne durchgeführt hatte, veranstaltete mit Schülern aus einer ihrer Schulen eine Überraschung. Es fand zum ersten Mal im Zentrum der Stadt eine Festtagsveranstaltung statt. Der Hauptgast war die IGMG-Delegation. Der Bürgermeister, der Mufti und ein Sprecher der IGMG-Delegation hielten eine Rede. Mit islamischen Gesängen wurden die Gäste unterhalten. Mit dem Opfertierfleisch der IGMG wurde ein Kochwettbewerb organisiert, dessen Jury die Helfer waren. Sie legten die Gewinner nach einer Kostprobe fest. Über das ganze Wochenende gab es von den Schülern umsonst Essen für alle Menschen. Außerdem spendete die IGMG eine Soundanlage für eine humanitäre Hilfsorganisation.

Nach jahrelangen Erfahrungen hatte sich die Partnerorganisation in diesem Jahr bestens vorbereitet. 250 Männer wirkten bei den Schächtungen und Verteilungen in allen Regionen mit.

Am Opferfest gab die IGMG-Delegation unter anderem jede Menge Interviews. Viele nationale Radiosender und Zeitungen wollten über die IGMG-Opfertierkampagne ausführlich berichten. Zudem traten die Helfer im lokalen TV-Sender auf und überbrachten Grüße der Muslime aus Europa.

Beim Abschied waren viele Kinder traurig, einige weinten sogar. Die Menschen teilten mit, dass sie die Opfertierkampagne im nächsten Jahr kaum abwarten können. Sie sprachen für die Muslime in Europa, die Opfertiergaben spendeten, Bittgebete aus und schickten Grüße. (sa)

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